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regelgebundener Mitteleinsatz

Definition

Formell gebundener (automatischer) Einsatz wirtschaftspolitischer Mittel.

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Regelmechanismus; durch Formulierung verbindlicher Regeln bestimmte Mittelwahl und -dosierung im Rahmen der Wirtschaftspolitik (wirtschaftspolitische Mittel). Der regelgebundene Mitteleinsatz ermöglicht im Vergleich zum diskretionären Mitteleinsatz einen Automatismus der Mittelanwendung beim Auftreten bestimmter Zielabweichungen, sodass größere Zeitverzögerungen vermieden werden. Weiterhin wird die Vorhersehbarkeit wirtschaftspolitischen Handelns (unter Inkaufnahme evtl. negativ wirkender Ankündigungseffekte) erhöht und die Wirtschaftspolitik damit verstetigt.

    Nachteil: Fehlende Flexibilität bei der Handhabung veränderlicher Entscheidungsprobleme. Keine Anwendungsmöglichkeit bei neuartigen Maßnahmenotwendigkeiten.

    Gegensatz: diskretionärer Mitteleinsatz.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Bernd-Thomas Ramb
      Universität Siegen
      Außerplanmäßiger Universitätsprofessor für Volkswirtschaftslehre

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Sachgebiete