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strategische Industriepolitik

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    neben der Strukturerhaltungspolitik und der Strukturanpassungspolitik Teilbereich der Strukturpolitik bzw. Industriepolitik.

    Ausgangspunkt der strategischen Industriepolitik ist die Erwartung, dass in bestimmten Industriezweigen höhere Gewinne zu erzielen sind als in anderen. Diese Gewinne seien das Ergebnis einer Monopolisierung, die auf der Ausnutzung von statischen (Fixkosten) oder dynamischen Skalenerträgen (Learning-by-Doing) beruhen. Ein Land, das sich erfolgreich auf derartige „strategische“ Industrien spezialisiert, könne im internationalen Wettbewerb höhere Einkommen erzielen als andere Länder.

    Aufgabe der strategischen Industriepolitik ist es, diese Industrien gezielt zu fördern, um einen Wettbewerbsvorteil gegenüber dem Ausland zu erzielen.

    Statische und dynamische Skalenerträge werden v.a. in forschungsintensiven Industriezweigen vermutet. Im Zentrum der strategischen Industriepolitik steht daher die Forschungs- und Technologiepolitik (Technologiepolitik). Als „strategische“ Industriezweige werden am häufigsten die Mikroelektronik sowie die Luft- und Raumfahrtindustrie genannt. Tatsächlich ist die Forschungsförderung der Industrieländer stark auf diese beiden Bereiche konzentriert.

    Voraussetzung dafür, dass die gezielte Förderung strategischer Industrien deren Position auf dem Weltmarkt verbessert, ist jedoch, dass vom Ausland keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Wenn alle Länder auf die gleichen Industrien setzen, kann es zu einem internationalen Subventionswettlauf kommen. Eine weitere Voraussetzung ist, dass der Staat tatsächlich unterscheiden kann zwischen „strategischen“ und anderen Industriezweigen. Die strategische Industriepolitik wird daher mit ähnlichen Argumenten kritisiert wie die vorausschauende Strukturplanung (Industriepolitik, Konzeptionen).

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