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Verrechnungsscheck

Definition

Scheck, bei dem durch den quer über die Vorderseite gesetzten Vermerk „nur zur Verrechnung” oder durch einen gleichbedeutenden Vermerk (z.B. „nur zur Gutschrift”) untersagt ist, dass der Scheck in bar bezahlt wird (Art. 9 ScheckG). Der Vermerk kann von dem Aussteller und jedem Inhaber des Schecks handschriftlich, mittels Stempel oder Druck angebracht werden.

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    1. Begriff: Scheck, bei dem durch den quer über die Vorderseite gesetzten Vermerk „nur zur Verrechnung” oder durch einen gleichbedeutenden Vermerk (z.B. „nur zur Gutschrift”) untersagt ist, dass der Scheck in bar bezahlt wird (Art. 9 ScheckG). Der Vermerk kann von dem Aussteller und jedem Inhaber des Schecks handschriftlich, mittels Stempel oder Druck angebracht werden.

    2. Gutschrift: Die bezogene Bank darf den Scheck nur im Wege der Gutschrift auf ein Konto des Inhabers, Überweisung des Betrages auf das Konto eines anderen Bankkunden, Ausgleichung im Abrechnungsverkehr oder Aufrechnung einlösen.

    3. Da das Verbot der Barauszahlung nur gegen den Bezogenen wirkt, kann ein Zwischenerwerber den Scheck auch in bar bezahlen. Er ist aber zu eingehender Prüfung der Persönlichkeit und der Berechtigung des Inhabers verpflichtet.

    4. Wirkung/Bedeutung: Durch dieses Verfahren wird der Missbrauch von Verrechnungsschecks durch Nichtberechtigte erschwert, da jederzeit feststellbar ist, wem der Scheck gutgeschrieben wurde. In der Praxis wird der weitaus größte Teil der Schecks als Verrechnungsscheck ausgestellt. Mit zwei quer über den Barscheck angebrachten parallelen Linien, wird dieser nicht zum Verrechnungsscheck, sondern zum gekreuzten Scheck.

    Bankbestätigter Verrechnungsscheck: Seit 1998 sind bankbestätigte Verrechnungsschecks als Sicherheitsleistung bei der Abgabe von Geboten in der Bietzeit eines Zwangsversteigerungsverfahrens zulässig. Der Scheckaussteller muss ein zum Betreiben von Bankgeschäften berechtigtes Kreditinstitut sein. Der Scheck muss darüber hinaus im Inland zahlbar und die Vorlegungsfrist (4 Tage) darf nicht abgelaufen sein. Dabei wird ein Samstag mitgezählt.

    Vgl. auch Inkassogeschäft.

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      Mindmap Verrechnungsscheck Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/verrechnungsscheck-47120 node47120 Verrechnungsscheck node48067 Zwangsversteigerungsverfahren node47120->node48067 node44127 Sicherheitsleistung node47120->node44127 node42538 Scheck node47120->node42538 node34834 gekreuzter Scheck node47120->node34834 node27467 Barscheck node47120->node27467 node34368 Einfuhrabgaben node53140 Nutzungsentschädigung node53140->node48067 node46933 Versteigerungsbedingungen node46933->node48067 node34837 Grundstück node48067->node34837 node52985 Finanzierung des Erstehers node52985->node44127 node53001 Forderungssicherungsgesetz node53001->node44127 node32178 Hinterlegung node32178->node44127 node44127->node34368 node43898 Scheckfähigkeit node42538->node43898 node34834->node42538 node42624 Orderscheck node27467->node42538 node27467->node42624 node38008 nur zur Verrechnung node27467->node38008 node38008->node47120 node38008->node42538 node36933 Lastschriftverfahren node36933->node42538 node46528 Scheckbürgschaft node46528->node42538 node53115 nachhaltiges Wohnrecht node53115->node48067
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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Jochen Metzger
      Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main
      Bundesbankdirektor, Leiter des Zentralbereichs Zahlungsverkehr und Abwicklungssysteme
      Helmut Keller
      Autor, Schuldnerberater, Referent

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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