Direkt zum Inhalt

Wareneinstandspreis

Definition

Einstandspreis (Anschaffungskosten) in Unternehmungen des Warenhandels

GEPRÜFTES WISSEN
Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    1. Begriff: Einstandspreis (Anschaffungskosten) in Unternehmungen des Warenhandels (vgl. Abbildung „Wareneinstandspreis“).

    2. Zurechnungs- und Bewertungsprobleme bei der konkreten Umsetzung dieses Berechnungsmodells: a) Als Bezugspreis wird oft der Rechnungspreis angesehen, der vom Listenpreis um die eingeräumten Mengenrabatte gemindert ist. Werden gleiche Waren aufgrund unterschiedlicher Aufträge zu differierenden Preisen zu gleichen oder unterschiedlichen Zeitpunkten geliefert, sind einfache oder mit Mengen gewichtete Durchschnittspreise zu bilden. Werden Wareneinstandspreise nicht für einen Zeitpunkt, sondern für einen Zeitraum ermittelt, z.B. zur Errechnung der Betriebshandelsspanne, sind Korrekturen um Wertminderungen und Schwund/Verderb vorzunehmen.

    b) Unproblematisch ist die Zurechnung produkt- bzw. auftragsbezogener Preisnachlässe wie Skonti oder für einen Auftrag eingeräumter Gesamtumsatzrabatte bzw. die pro Auftrag aufgerechneten Warenrücknahmen. Wesentlich schwieriger ist die Verteilung aller einmaligen Preisnachlässe wie Jahresrückvergütungen, Jahrestreueboni, Jahresgesamtumsatzrabatte, Steigerungsvergütungen und aller für einen Zeitraum gewährten Zuwendungen wie Verkaufsförderungsvergütungen (z.B. Werbe- und Aktionskostenzuschüsse). Diese umsatzbezogenen Vergütungen und zweckgebundenen Zahlungen müssen zur Ermittlung eines „ständigen Wareneinstandspreises auf einen längeren Zeitraum verteilt werden. Unzulässig wäre danach eine Verteilung lediglich auf die Warenmengen, die in einer Aktion abgesetzt wurden. Dadurch würde der Wareneinstandspreis so stark gemindert, dass eine kartellrechtliche Prüfung wegen Verkaufs unter Einstandspreis nahezu unmöglich würde.

    c) Ähnliche Zurechnungsprobleme können bei der Ermittlung und Verteilung von Bezugs-Nebenkosten auftreten. Unberücksichtigt bleiben alle einem Produkt oder einem Auftrag nicht direkt zurechenbaren Beschaffungskosten wie Löhne der Einkäufer. Direkt zurechenbar sind Frachten und Lagerkosten, Maklergebühren, öffentliche Prüf- und Überwachungsgebühren, Zölle.

    zuletzt besuchte Definitionen...

      Mindmap Wareneinstandspreis Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/wareneinstandspreis-47361 node47361 Wareneinstandspreis node29431 Anschaffungskosten node47361->node29431 node44002 Prozentspanne node47361->node44002 node33474 Handelsspanne node47361->node33474 node31333 Betriebshandelsspanne node47361->node31333 node42234 Staffelspannen node42234->node33474 node42361 Sollspanne node35077 Handelsaufschlag node35077->node47361 node42859 Regalmiete node42859->node47361 node34467 Handlungskosten node31976 Handelsmarketing node30586 Beschaffungspreispolitik node30586->node47361 node30586->node42859 node30586->node34467 node30586->node31976 node50627 Verkaufspreis node28904 Betragsspanne node28904->node47361 node28904->node50627 node28904->node44002 node28904->node33474 node28200 Anschaffungspreis node29431->node28200 node31208 Abschreibung node29431->node31208 node49030 Warenrohgewinn node33508 Durchschnittsspanne node33474->node42361 node33474->node35077 node31333->node49030 node31333->node44002 node31333->node33508 node31333->node33474 node35524 Frachtkosten node35524->node29431 node40202 Maschine node40202->node29431 node41535 Kalkulationsfaktor node41535->node33474
      Mindmap Wareneinstandspreis Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/wareneinstandspreis-47361 node47361 Wareneinstandspreis node29431 Anschaffungskosten node47361->node29431 node31333 Betriebshandelsspanne node47361->node31333 node28904 Betragsspanne node28904->node47361 node30586 Beschaffungspreispolitik node30586->node47361 node33474 Handelsspanne node33474->node47361

      News SpringerProfessional.de

      • Exportentwicklung Werkzeugmaschinen

        Ein aktueller Quest Report verbindet Exportmärkte und Durchschnittswerte von Werkzeugmaschinen in Euro und die Wirkung auf die Exporte nach China seit 2008. Steigende Durchschnittswerte von Werkzeugmaschinen gehen demnach mit rückläufigen Exporten nach China einher.

      • Banken genießen großes Vertrauen ihrer Kunden

        72 Prozent der Bankkunden in Deutschland gehen davon aus, dass Kreditinstitute mit ihren persönlichen Daten sorgsam umgehen. Keine andere Branche genießt einer aktuellen Umfrage zufolge höheres Vertrauen.

      • Neue Aufgaben für die Zentrale der Zukunft

        Unternehmen müssen agil und innovativ sein. Das althergebrachte Headquarter, von dem aus alles zentral gesteuert werden soll, scheint dazu nicht passen zu wollen. Muss die Unternehmenszentrale neu erfunden werden? 

      • So geht erfolgreiches Lead Nurturing im B2B-Segment

        Wenn nicht nur Leads, sondern in Folge auch Käufer generiert werden, ist von Lead Nurturing die Rede. Im B2B-Bereich müssen E-Mail-Marketer dafür besonders strategische sowie kontinuierliche Beziehungsarbeit leisten.

      • Globales E-Invoicing ist Herausforderung für Unternehmen

        Unternehmen sind aufgrund staatlicher Vorgaben zunehmend dazu verpflichtet, ihre Rechnungen elektronisch zu erstellen. Doch in jedem Land gelten andere rechtliche Regelungen. Entsprechend komplex gestalten sich die Prozesse. Erster Teil des Gastbeitrags.

      • Auf dem Rechtsweg ins Verderben

        Wer seinen Markt als Eigentum betrachtet und Neueinsteiger juristisch bekämpfen will, kann nur verlieren, meint Springer-Autor und Zukunftsmanager Heino Hilbig. Denn die Klage eines Taxifahrers gegen Moia wird neue Verkehrskonzepte nicht verhindern. 

      • Mit Location Based Marketing auf Neukundenfang

        Deutsche Marketing-Manager sehen in standortbasierter Werbung die Brücke, um Konsumenten online wie offline anzusprechen. Vor allem für die Neukundengewinnung setzen sie auf das Marketinginstrument.

      • Wie der Arbeitsplatz von morgen aussehen wird

        Während der Industrialisierung wanderte die Arbeit aus dem Haushalt in die Fabrik. Heute klopft sie wieder an die Haustür. Die Möglichkeit zu mehr zeitlicher und örtlicher Flexibilität, beispielsweise zur Arbeit im Homeoffice, macht vor keiner Branche mehr halt.

      • Java und JavaScript sind die beliebtesten Programmiersprachen

        Die meisten Softwareingenieure setzen auf Java und JavaScript, wenn es um die Entwicklung von Unternehmensanwendungen geht. Die angeblichen "In"-Programmiersprachen Python & Co. liegen in der Beliebtheitsskala teils weit abgeschlagen hinter den Klassikern.

      • Diese digitalen Marken sind top

        Digitale Dienste dominieren immer stärker die Markenwelt. In den Top 25 der relevantesten Marken Deutschlands machen sich analoge Marken eher rar.

      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Alexander Hennig
      Duale Hochschule Baden-Württemberg Mannheim
      Professor für Handelsmanagement
      Prof. Dr. Willy Schneider
      Duale Hochschule Baden-Württemberg Mannheim
      Studiengang BWL-Handel
      Professor

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Springer Professional - Die Flatrate für Fachzeitschriften und Bücher
      Im Rahmen der Existenzgründung sowie zur nachhaltigen Unternehmenssteuerung und -sicherung ist eine vorausschauende Finanzplanung unerlässlich. Sie umfasst die Ermittlung des kurz- und langfristigen Finanzbedarfs zur Gründung und den Betrieb des …
      Key Account Management ist eine pFroaktive Methode der Kundengewinnung, Kundenpflege, Kundenbindung und Kundenentwicklung. Das heißt, dass die Ideen und Anstöße dazu vom Key Account Management des Lieferanten kommen müssen, möglichst bevor der Kunde
      § 252 HGB enthält allgemeine Bewertungsgrundsätze, die den Vorschriften über die Wertansätze der Vermögensgegenstände und der Schulden vorangestellt sind. Das Steuerrecht enthält daneben teilweise abweichende Bewertungsregeln.

      Sachgebiete