Direkt zum Inhalt

Zero-Base-Budgeting

GEPRÜFTES WISSEN
Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    1. Charakterisierung: Ursprünglich Planungsinstrument für öffentliche Haushalte, zunehmend auch zur Planung der Gemeinkosten in Unternehmungen angewandt. Die betriebswirtschaftlich orientierte Grundidee des Zero-Base-Budgetings ist es, geplante Aktivitäten mithilfe von Kosten-Nutzen-Analysen jeweils „From Base Zero” aus zu rechtfertigen, d.h. als würde das Unternehmen erst gegründet. Ausgangspunkt ist der Befund, dass „alte” Aufgaben bei der traditionellen Planung öffentlicher Haushalte gegenüber „neuen” im Vordergrund stehen, der politische Gestaltungsspielraum mithin de facto von vornherein eingeschränkt ist. Zugrunde liegt ein mehrstufiger Entscheidungsprozess, bei dem die Aufgaben der Ressorts und Behörden in einzelne Aktivitäten (Decision Packages) unterteilt werden, für die jeweils mehrere Lösungsalternativen unter qualitativen Wirksamkeits- und quantitativen Ausgaben- und Wirkungsgradaspekten geprüft und in eine Rangfolge gebracht werden; mind. das niedrigste in die Überlegungen einbezogene Ausgabenniveau muss unter dem Vorjahresansatz liegen. Die Vorschläge der unteren Verwaltungseinheiten werden beim Durchlauf durch die Planungshierarchie zu einer Gesamtplanung koordiniert, wobei oft den unteren Ebenen ein Teil der Entscheidungskompetenz überlassen wird.

    2. Zweck: Die Aktivitäten von Ressorts und Behörden samt den dafür bereitzustellenden Mitteln sollen gemäß den politischen Prioritäten geordnet werden; bis zur Höhe der insgesamt bewilligten Haushaltsmittel werden die Aktivitäten dann der Rangfolge entsprechend im nächsten Haushaltsjahr vollzogen.

    3. Bedeutung: Zero-Base-Budgeting gilt als exekutivebezogenes Gegenstück zur eher legislativebezogenen Sunset Legislation. Zero-Base-Budgeting ist letztlich eine an ökonomischen Wirtschaftlichkeitsmaßstäben orientierte Spartechnik; es stößt dort an seine Grenzen, wo Haushaltsplanung nach bewusster politischer Prioritätensetzung verlangt, nicht lediglich nach deren Umsetzung.

    Mindmap Zero-Base-Budgeting Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/zero-base-budgeting-46926 node46926 Zero-Base-Budgeting node50100 Sunset Legislation node46926->node50100 node40767 Kosten-Nutzen-Analyse node46926->node40767 node45669 Prozesskosten node44779 Prozesskostenrechnung node45669->node44779 node31732 Absatzplan node30977 Budgetierung node31732->node30977 node29920 Budget node48330 Unternehmensplanung node48330->node30977 node29988 Benchmarking node30977->node46926 node30977->node29920 node30977->node29988 node30724 CIM node42926 Nutzwertanalyse node40767->node42926 node34801 externer Effekt node40767->node34801 node48325 Zielkostenrechnung node48325->node44779 node33256 Gemeinkosten node44779->node46926 node44779->node30724 node44779->node33256 node50164 Utilitarismus node50164->node40767 node54080 Wirtschaft node54080->node40767
    Mindmap Zero-Base-Budgeting Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/zero-base-budgeting-46926 node46926 Zero-Base-Budgeting node40767 Kosten-Nutzen-Analyse node46926->node40767 node50100 Sunset Legislation node46926->node50100 node44779 Prozesskostenrechnung node44779->node46926 node30977 Budgetierung node30977->node46926

    News SpringerProfessional.de

    Literaturhinweise SpringerProfessional.de

    Bücher auf springer.com

    Sachgebiete