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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Inhaltsverzeichnis

    1. Unternehmenstheorie
    2. Unternehmensforschung/Entscheidungstheorie

    Unternehmenstheorie

    (Theorie der Unternehmung): 1. Wirtschaften ist zielgerichtetes (teleologisches) Handeln; das Verhalten ökonomischer Entscheidungseinheiten (z.B. des Staates, der Unternehmungen, der privaten Haushalte, der Individuen) ist jeweils auf einen erstrebten Zustand hin orientiert.

    2. Voraussetzung für die Analyse wirtschaftlicher Prozesse ist, dass - über die bloße Zielstrebigkeit hinausgehend - konkrete Normen angebbar sind, an denen die Entscheidungsträger, bes. die Unternehmungen, ihr Handeln ausrichten.

    a) Nach der klassischen Unternehmenstheorie werden alle betrieblichen Aktivitäten zu einem Zweck geleitet: Der unbedingten Maximierung des kurzfristigen Gewinns bzw. der Minimierung des kurzfristigen Verlusts, unabhängig von der Marktform und von der Zahl der am Unternehmungsgeschehen beteiligten Personen (Ein- bzw. Mehrpersonen-Unternehmungen).

    b) In der modernen Unternehmenstheorie haben sich in Bezug auf Inhalt und Zustandekommen der Ziele bedeutsame Wandlungen vollzogen. Man spricht von einem Zielbündel, das in Unternehmungen angestrebt wird. Einzelziele können z.B. in der langfristigen Gewinnmaximierung, der Machtexpansion, der Umsatzsteigerung u.Ä. bestehen. Auch die Arbeitnehmer haben Ziele, die in Unternehmen zum Tragen kommen (z.B. Einkommensziele, Karriereziele u.Ä.). Hier entsteht mitunter ein Zielkonflikt. Die Zielbildung wird heute als multipersonaler Vorgang begriffen; d.h. Ziele mehrerer Entscheidungsträger (Arbeitnehmer, Aktionäre, Manager, Banken etc.) gehen in das Zielbündel ein.

    Vgl. auch Zielsystem der Unternehmung.

    Unternehmensforschung/Entscheidungstheorie

    Die Zielfunktion eines Entscheiders ist eine funktionale Zuordnung unterschiedlicher Zielgrößenausprägungen in einen aggregierten Zielwert. Bezeichnet Zi, i=1,...,N, die Zielgrößen eines Entscheiders (z.B. Z1=Gewinn, Z2=Erhalt von Arbeitsplätzen, Z3=Ressourcenschonung), so ordnet die Zielfunktion Z=f(Z1,Z2,...,ZN) dem Vektor aller Zielgrößen einen gesamten Zielwert zu.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Marco Lübbecke
      RWTH Aachen, Lehrstuhl für Operations Research
      Lehrstuhlinhaber
      Prof. Dr. Robert Gillenkirch
      Universität Osnabrück
      Universitätsprofessor

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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      Bei den berücksichtigten kurzfristigen Finanzalternativen und ihren in Tab. 3 und Tab. 5 angegebenen Zahlungsreihen nehmen die oben allgemein formulierten Zielfunktionen jeweils die nachstehend aufgezeigte spezielle Gestalt an.
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