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Beobachterperspektive

Definition

im Rahmen des Konstruktivismus eine bestimmte Sicht auf Beschreibungen von Wirklichkeit, die deutlich macht, dass die Selektion, die zu einer bestimmten Beschreibung führt, auch anders sein könnte, sodass die Wahrnehmung dieser Kontingenz von Wirklichkeit zu einem integrierten Teil der Beobachtung führt.

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    im Rahmen des Konstruktivismus eine bestimmte Sicht auf Beschreibungen von Wirklichkeit, die deutlich macht, dass die Selektion, die zu einer bestimmten Beschreibung führt, auch anders sein könnte, sodass die Wahrnehmung dieser Kontingenz von Wirklichkeit zu einem integrierten Teil der Beobachtung führt. Es können zwei Perspektiven unterschieden werden: a) Der Beobachter 1. Ordnung beobachtet die „Welt“, das „Was“, d.h. das Resultat seiner Unterscheidung, die er bei der Beobachtung gemacht hat.

    b) Der Beobachter 2. Ordnung beobachtet das Beobachten (oder den Beobachter), das „Wie“, d.h. die Frage „Wie kommt eine Unterscheidung, die zu einem relevanten Unterschied führt, überhaupt zustande?“. Immer dann, wenn das „Was“, d.h. das Resultat einer Beobachtung vom „Wie“ des Beobachtens abhängt, ist eine Beobachtung 2. Ordnung erforderlich. Die Beobachterperspektive spielt v.a. bei Interventionen (z.B. Coaching) eine große Rolle.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Jean-Paul Thommen
      European Business School,
      Schloss Reichartshausen
      Head of Chair, Chair of Organizational Behavior

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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