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Coaching

Definition

Personalentwicklungskonzept oder spezielle Form des Case Managements.

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Inhaltsverzeichnis

    1. Personalentwicklung
    2. Health Care Management

    Personalentwicklung

    In der Personalentwicklung wird Coaching als ziel- und lösungsorientierte Beratung und Begleitung von Fach- und Führungskräften eingesetzt. Ziel ist es, insbesondere deren Beziehungs- und Führungsqualität weiterzuentwickeln und diese auf geänderte berufliche Rahmenbedingungen abzustimmen. Coaching dient in erster Linie dem Erreichen von selbstgewollten, realistischen Zielen, die für die Entwicklung des Klienten relevant sind; im Fordergrund stehen dabei die Förderung von Selbstreflexion und Selbstwahrnehmung. An die Qualifikation eines Coaches sind spezifische Anforderungen zu stellen. Neben psychologischen und  betriebswirtschaftlichen Kenntnissen, sind auch sog. Feldkompetenzen erforderlich, soweit diese nicht bereits durch praktische Erfahrungen erworben wurden. 

    Vorgesetzten-Coaching; Coaching-Variante, unter der ein entwicklungsorientiertes Führen von Mitarbeitern verstanden wird. Hierfür sind bestimmte Rahmenbedingungen maßgeblich: U.a. ist die Bereitschaft des Mitarbeiters erforderlich, entwicklungsorientiert geführt werden wollen und es ist unabdingbar, dass die Führungsperson sowohl die menschliche, als auch die methodische und fachliche Kompetenz für einen Coachingprozess nachweisen kann.

    Vgl. auch Counseling.

    Health Care Management

    1. Begriff: Coaching ist eine spezielle Form des Case Managements. Beim Coaching-Ansatz wird eher ein breites Behandlungsspektrum vorgehalten, wohingegen das Case Management prinzipiell ein spezielleres, tiefgründigeres Wissen erfordert.

    2. Merkmale: Im Coaching sind verschiedenste Berufsfelder vereint und konkretisiert, ohne diese zu ersetzen. Insbesondere in niedrigschwelligen und stärker psychosozialen Gesundheitssituationen erhält dieser Ansatz eine bes. Bedeutung. Im Gegensatz zur klassischen, hierarchisch orientierten Leistungserbringer-Patient-Beziehung, ist die Beziehung des Coachs zum Patienten gleichberechtigter. Das Coaching hat einen stark koordinierenden Charakter. Mittels Coaching soll dem Patienten eine praktikable und transparente Orientierungshilfe im Gesundheitswesen ermöglicht werden. Außerdem sollen Schnittstellen zwischen sämtlichen, an der Gesundheitsversorgung beteiligten Akteuren überwunden und gleichzeitig die Effektivität der Versorgung erhöht werden. Koordination von Terminen und Behandlungen, Suche und Zusammenstellung patientenrelevanter Informationen in laienverständlicher Sprache oder Sicherstellung der Abrechnung und Kostenerstattung von Behandlungen sind nur einige Aufgaben des Coachings. Erfolgsfaktoren des Coachings sind einerseits der Vorzug niedrigschwelliger Ressourcen in Form von speziell qualifizierten Pflegepersonals vor der Höchstressource Arzt und dadurch der Einsatz von Gesprächszeit (im Gegensatz zur hektischen Situation in einer Praxis wird hier gezielt der Zeitdruck aufgehoben) und andererseits die Nutzung moderner Informationstechnologien (elektronische Patientenakte).

    3. Formen: Wesentliche Formen des Coachings sind: a) Patientencoaching, umfasst die informationelle, transparente und koordinierende Unterstützung des Patienten im Gesundheitswesen. Von der individuellen Vorsorge (z.B. Ernährung) bis hin zu chronischen Versorgungsmaßnahmen bietet das Coaching eine individuelle Hilfestellung für den Patienten. Gleichermaßen stellt das Coaching durch seine koordinierende Funktion zwischen Patient und Leistungserbringer, aber auch zwischen den einzelnen Leistungserbringern bzw. Sektoren, eine allg. Entlastung für die Versorgungssituation dar. Das umfassende Aufgabengebiet des Coachings bedarf einer fundierten und weitreichenden Ausbildung bez.  rechtlicher, organisatorischer, medizinischer und gesundheitswesenspezifischer Aspekte. Die durchaus enge Beziehung des Coachs zum Patienten bedarf darüber hinaus höchster Integrität auf der Suche nach einer angemessenen Versorgung und nicht zuletzt der Schweigepflicht.–
    b) Gesundheitscoaching, ist eine Teilaufgabe des Patientencoachings. Aufgabengebiete beider Formen gehen fließend ineinander über. Im Gegensatz zum Patientencoaching umfasst das Gesundheitscoaching jedoch sämtliche Bereiche des alltäglichen Lebens (z.B. Work-Life Balance, Ernährung, Stressmanagement). Patientencoaching konzentriert sich insbesondere auf Inhalte des medizinischen Leistungsspektrums. Verstärkt ist hier fundiertes Wissen über Krankheiten erforderlich. Demgegenüber kann Gesundheitscoaching quasi überall Anwendung finden. Vorrangig soll das Gesundheitscoaching bereits im Vorfeld einer Krankheit dem Patienten eine Hilfestellung geben, weshalb v.a. Wissen über Prävention und gesundes Leben notwendig sind. Gesundheitsschwächende Faktoren sollen aufgedeckt sowie Strategien zur Vermeidung aufgezeigt und gemeinsam erarbeitet werden.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Volker Eric Amelung
      Medizinische Hochschule Hannover,
      Institut für Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung
      Professor
      Prof. Dr. Axel Mühlbacher
      Hochschule Neubrandenburg,
      IGM Institut Gesundheitsökonomie und Medizinmanagement,
      Fachbereich Gesundheit, Pflege, Management
      PD Dr. Christian Krauth
      Medizinische Hochschule Hannover,
      Abt. Epidemiologie, Sozialmedizin und
      Gesundheitssytemforschung
      Leiter des Arbeitsbereichs Gesundheitsökonomie
      Prof. Dr. Thomas Bartscher
      Technische Hochschule Deggendorf
      Professor für die Lehrgebiete Human Resources Management, Innovations- und Transformationsmanagement
      Regina Nissen
      IPP-Institut GmbH
      Geschäftsführung

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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