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Betriebsstilllegung

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Inhaltsverzeichnis

    1. Betriebswirtschaftslehre
    2. Arbeitsrecht

    Betriebswirtschaftslehre

    Einstellung jeglicher betrieblichen Tätigkeit. Zweckmäßig, wenn die Erlöse für die betrieblichen Leistungen die variablen Stückkosten nicht mehr decken. Eine zeitweise Unterdeckung der Gesamtkosten braucht keine Betriebsstilllegung zu bedingen (Betriebsminimum).

    Arbeitsrecht

    1. Begriff: Aufgabe des Betriebszwecks unter gleichzeitiger Auflösung der Betriebsorganisation aufgrund eines ernstlichen und endgültigen Willensentschlusses des Unternehmers für unbestimmte, nicht nur vorübergehende Zeit. Es muss sich um eine vom Unternehmer gewollte und durch Auflösung der betrieblichen Organisation auch tatsächlich durchgeführte Maßnahme handeln, wobei es auf die Gründe für die Unternehmerentscheidung nicht ankommt.

    Die Weiterbeschäftigung weniger Arbeitnehmer mit Abwicklungsarbeiten steht der Annahme einer Betriebsstilllegung nicht entgegen.

    Anders: Betriebseinschränkung.

    2. Mitbestimmung des Betriebsrats in Betrieben mit i.d.R. mehr als 20 wahlberechtigten Arbeitnehmern (§§ 111–113 BetrVG).

    Vgl. auch Betriebsänderung.

    3. Die Betriebsstilllegung kann Kündigungen sozial rechtfertigen und hat Einfluss auf Kündigungsschutz der Betriebsratsmitglieder (§ 15 IV KSchG).

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Marion Steven
      Ruhr-Universität Bochum,
      Lehrstuhl für Produktionswirtschaft,
      Fakultät für Wirtschaftswissenschaft
      Lehrstuhlinhaberin
      RA Dr. Joachim Wichert
      aclanz – Partnerschaft von Rechtsanwälten
      Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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      Sachgebiete