Direkt zum Inhalt

DVFA/SG-Ergebnis

Definition

Indikator für die Ertragslage des Gesamtunternehmens, der auf dem Konzernabschluss basiert.

GEPRÜFTES WISSEN
Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    Indikator für die Ertragslage des Gesamtunternehmens, der auf dem Konzernabschluss basiert.

    1. Begriff: Die Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Anlageberatung e.V. (DVFA) und der Arbeitskreis Externe Unternehmensrechnung der Schmalenbach-Gesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Betriebswirtschaft (SG) haben eine gemeinsame Empfehlung zur Ermittlung eines Ergebnisses nach DVFA/SG erarbeitet, die die bilanziellen Ermessensspielräume durch die Fiktion einer Normalbilanzierung einschränken will. Es handelt sich im Prinzip um die Ermittlung eines bereinigten Gewinns je Aktie.

    Die Verlautbarungen der DVFA/SG haben ausschließlich Empfehlungscharakter und sind nicht direkter Bestandteil der handelsrechtlichen Rechnungslegungspflicht. Indes kommt es aufgrund des zunehmenden Kapitalmarktdrucks zu einer faktischen Angabepflicht innerhalb des Geschäftsberichts. Die Verlautbarung ist primär auf Industrie- und Handelsunternehmen zugeschnitten. Für Banken und Versicherungen wurden abgewandelte Schemata entwickelt, um deren Besonderheiten berücksichtigen zu können.

    2. Zweck: Bei der Ermittlung des Bilanzgewinns und des aus ihm abgeleiteten Ergebnisses je Aktie bestehen vielfältige Wahlrechte und Ermessensspielräume. Diese in der Rechnungslegungspraxis unterschiedlich genutzten Bilanzierungsmöglichkeiten (Wahlrechte) sollen durch das DVFA/SG-Ergebnis in Richtung auf eine größtmögliche Gemeinsamkeit zwischen den Vorschriften des dt. Handelsrechts, den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den United States-General Accepted Accounting Principles (US-GAAP) eingeengt werden. Die Kennziffer des Ergebnisses je Aktie ermöglicht es, den Ergebnistrend eines Unternehmens im Zeitablauf aufzuzeigen, und schafft eine zuverlässige Ausgangsposition für die Schätzung der zukünftigen Ergebnisentwicklung. Anhand des DVFA/SG-Ergebnises ist der wirtschaftliche Erfolg zwischen verschiedenen Unternehmen vergleichbar.

    zuletzt besuchte Definitionen...

      Mindmap DVFA/SG-Ergebnis Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/dvfasg-ergebnis-36081 node36081 DVFA/SG-Ergebnis node39410 International Financial Reporting ... node36081->node39410 node31355 Bilanzgewinn (-verlust) node36081->node31355 node41412 Konzernabschluss node36081->node41412 node33697 Geschäftsbericht node36081->node33697 node35360 DVFA node36081->node35360 node38917 Konzernlagebericht node51093 Verifiability node51093->node39410 node40697 Leasing node40697->node39410 node40287 International Accounting Standards ... node39410->node40287 node45622 Reingewinn node45622->node31355 node46573 Reinverlust node46573->node31355 node28474 Abschlagsdividende node28474->node31355 node31477 Bilanz node31355->node31477 node41410 Lagebericht node41890 Jahresabschluss node41412->node41890 node33697->node38917 node33697->node41410 node33697->node41412 node33697->node41890 node34328 Ergebnis nach DVFA/SG ... node34328->node35360 node27032 Deutsche Vereinigung für ... node27032->node35360 node32818 finanzwirtschaftliche Bewegungsbilanz node32818->node41412 node31817 Bankbilanz node31817->node41412 node39090 Notes node39090->node41412 node49932 Timeliness node49932->node39410
      Mindmap DVFA/SG-Ergebnis Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/dvfasg-ergebnis-36081 node36081 DVFA/SG-Ergebnis node41412 Konzernabschluss node36081->node41412 node35360 DVFA node36081->node35360 node33697 Geschäftsbericht node36081->node33697 node31355 Bilanzgewinn (-verlust) node36081->node31355 node39410 International Financial Reporting ... node36081->node39410

      News SpringerProfessional.de

      • "Freibeträge in Abfindungsregelungen wieder einführen"

        Seit 1. Januar gilt die Institutsvergütungsverordnung (IVV). Mit ihr wurden in erster Linie die Anforderungen der Leitlinien der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde EBA für eine solide Vergütungspolitik in deutsches Recht umgesetzt. Wie sich das auf die Personal- und Abfindungsstrategien bei den Banken auswirkt, erklärt Jurist Christoph Abeln im Interview.

      • So teuer wird der Fachkräftemangel

        Dass der Fachkräftemangel die deutsche Wirtschaft bremst, ist nicht neu. Allerdings war bislang nicht klar, wie sehr fehlendes Personal zu Buche schlägt. Einer Studie zufolge drohen bis zum Jahr 2030 wirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe. 

      • KMU zögern bei tiefgreifender Digitalisierung

        Der digitale Wandel wirkt sich auf die gesamte Wertschöpfungskette aus. Viele kleine und mittelständische Unternehmen haben das nicht vollends erkannt, weshalb sie sich auf die Optimierung einzelner interner Prozesse versteifen.

      • Welche Themen CFOs 2018 bewegen

        Die Wirtschaftslage für deutsche Unternehmen ist gut. Dennoch gibt es einige Themen, die CFOs Kopfzerbrechen bereiten. Was steht auf der Agenda der Finanzvorstände ganz oben für die kommenden Monate?

      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Bernhard Pellens
      Univ. Bochum,
      Lehrstuhl für Internationale Unternehmensrechnung,
      FB Wirtschaftswissenschaft
      Lehrstuhlinhaber
      Dipl. Ök. Torben Rüthers
      Univ. Bochum,
      Lehrstuhl für Internationale Unternehmensrechnung,
      FB Wirtschaftswissenschaft
      wissenschaftlicher Mitarbeiter
      Prof. Dr. Thorsten Sellhorn
      WHU – Otto Beisheim School of Management,
      Lehrstuhl für Externes Rechnungswesen
      Lehrstuhlinhaber
      Prof. Dr. Thilo Seyfriedt
      Hochschule Offenburg, Fakultät Betriebswirtschaft und Wirtschaftsingenieurwesen
      Professur für ABWL sowie Finanzierung, Rechnungslegung und Steuern

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Springer Professional - Die Flatrate für Fachzeitschriften und Bücher
      Während sich der Erfolg einer Neuemission erst einige Zeit nach der Börseneinführung, d.h. erst nach der ersten Kursnotiz, zeigt, hängt die Plazierbarkeit wesentlich vom Emissionspreis ab. Dem Pricing eines Börsenaspiranten kommt daher höchster …

      Sachgebiete