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Handelsbetrieb

Definition

Selbstständige Institution, deren Haupttätigkeit die Distribution von Waren ist.

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    1. Begriff: Selbstständige Institution, deren Haupttätigkeit die Distribution von Waren ist (Handel). Handelsbetrieb ist ein ökonomisches, technisches, soziales und ökologisches System, in dem Unternehmer bzw. Manager und Mitarbeiter fremd erstellte Sachleistungen bzw. Altprodukte und gebrauchte Verpackungen mit eigenerstellten Dienstleistungen zu marktfähigen Handelsleistungen kombinieren und diese auf selbst geschaffenen (i.d.R. regionalen) Märkten gegen Entgelt anbieten. Nach ihrer Stellung im Distributionsprozess: Außen-, Groß- und Einzelhandelsbetriebe, weiter zu untergliedern in Branchen nach überwiegend gehandelten Warenarten (etwa Lebensmittel, Möbel, Elektronik). Handelsbetriebe können auf mehreren Handelsstufen tätig sein, z.B. die Konzentrationsformen des Handels und Kooperationsformen des Handels, oder auf nur einer Stufe. Sie können sich eines oder mehrerer Vertriebswege bedienen (sog. Multi-Channeling): Handelsbetriebe sind Gegenstand der Handelsbetriebslehre.

    Modell eines Handelsbetriebs: vgl. Abbildung „Handelsbetrieb“.

    2. Ziele: Besonderheiten ergeben sich für den Handelsbetrieb aus der Rechtsform, der regional dezentralisierten Tätigkeit sowie der Vielfalt an Betriebsformen.

    a) Die Handelsbranchen der Bundesrepublik Deutschland sind weitgehend mittelständisch organisiert, die meisten Betriebe werden als Mittel- oder Kleinbetriebe von den Eigentümern selbst geführt. Vorherrschend sind personale Rechtsformen einschließlich der GmbH & Co. KG. Für diese Unternehmungen werden selten präzise formulierte Ziele vorgegeben. Neben der Gewinnmaximierung gelten standesgemäßes Einkommen, Sicherheit und Selbstständigkeit sowie soziale Verantwortung für Mitarbeiter und Kunden als typische Ziele.

    b) Bei Großbetrieben in der Rechtsform von Kapitalgesellschaften ergeben sich Probleme der Zielfindung, weil neben dem Management in der Zentrale eine Vielzahl von Filialleitern dezentral tätig ist, die ein Mitspracherecht bei den konkreten Absatzzielen (Sortiment, Preis, Werbung) fordern, um den regionalen Konsumbedürfnissen entsprechen zu können. Die Bewältigung dieses Konflikts ist das zentrale Führungsproblem bei kooperativen Gruppen des Handels.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Alexander Hennig
      Duale Hochschule Baden-Württemberg Mannheim
      Professor für Handelsmanagement
      Prof. Dr. Willy Schneider
      Duale Hochschule Baden-Württemberg Mannheim
      Studiengang BWL-Handel
      Professor

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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