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International Accounting Standards Board (IASB)

Definition

Das International Accounting Standards Board ist für die Entwicklung der internationalen Rechnungslegungsstandards zuständig.

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Kennzeichnung: früher International Accounting Standards Committee (IASC), ist eine 1973 insbesondere von Wirtschaftsprüfungsgesellschaften gegründete privatrechtliche Organisation, deren Aufgabe die Erarbeitung und Veröffentlichung von international harmonisierten Rechnungslegungsverlautbarungen ist. Über die Förderung der weltweiten Akzeptanz dieser Verlautbarungen soll eine internationale Verbesserung und Harmonisierung von Rechnungslegungsgrundsätzen, -methoden und -verfahren erreicht werden.

    2. Organisation: Im Zuge einer umfassenden Reorganisation zum Jahreswechsel 2000/2001 hat die Trägerorganisation des International Accounting Standards Board (IASB), die IASC Foundation (mittlerweile IFRS-Foundation), eine neue Satzung erlassen, ihren bisher als IASC Board bezeichneten Standardisierungsrat neu besetzt und in International Accounting Standards Board umbenannt. Die Mitglieder der in London ansässigen IFRS Foundation setzen sich aus den auf dem Gebiet der Rechnungslegung tätigen Berufsgruppen zusammen. Ein Gremium von 22 Treuhändern vertritt die IFRS Foundation, etwa bei der Ernennung der Mitglieder des International Accounting Standards Board und weiterer Gremien. Das International Accounting Standards Board besteht aus 15 Mitgliedern (Stand 2012), die sowohl unterschiedliche Regionen als auch verschiedene Interessengruppen repräsentieren sollen. Ihm obliegt im Wesentlichen die Erarbeitung und Veröffentlichung von Rechnungslegungsverlautbarungen. Bei seinen Fach- und Führungsaufgaben wird das IASB von einem Mitarbeiterstab unterstützt. Daneben nehmen die nationalen Standardisierungsgremien (etwa das Deutsche Rechnungslegungs Standards Committee [DRSC]) und andere Interessengruppen über eine Mitarbeit im IFRS Advisory Council sowie in diversen Advisory Committees Einfluss auf die Arbeit des IASB. Der bis zur Verabschiedung der Rechnungslegungsverlautbarungen zu durchlaufende Standard-Setting Process ähnelt dem des Financial Accounting Standards Board (FASB). Sämtliche interessierte Personen oder Verbände weltweit haben die Möglichkeit, über schriftliche Stellungnahmen oder öffentliche Anhörungen ihre Ansichten in diesen Prozess einzubringen.

    3. Verlautbarungsart: Zentrale Verlautbarungsart des IASB sind die International Financial Reporting Standards (IFRS), zu denen bisher auch die (z.T. obsoleten) 41 International Accounting Standards (IAS) gehören. Die IFRS sind fortlaufend nummeriert und regeln jeweils einzelne spezielle Rechnungslegungsbereiche. Der erste vom IASB veröffentlichte IFRS 1 beschreibt die erstmalige Anwendung der IFRS durch Unternehmen, die bisher nach anderen Rechnungslegungssystemen bilanzieren. Derzeit liegen 13 IFRS-Standards vor (Stand 2012). Sämtliche IAS/IFRS basieren auf dem vom IASC im Jahr 1989 veröffentlichten „Framework for the Preparation and Presentation of Financial Statements“ (Framework). Es enthält Ausführungen zu Zielsetzung und Grundprinzipien der Rechnungslegung. Daneben werden vom IFRIC in unregelmäßigen Abständen weitergehende Interpretationen zu bestehenden Rechnungslegungsstandards herausgegeben. Bisher existieren 20 Interpretations (Stand 2012).

    Vgl. auch Internationale Rechnungslegung.

     

     

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Bernhard Pellens
      Univ. Bochum,
      Lehrstuhl für Internationale Unternehmensrechnung,
      FB Wirtschaftswissenschaft
      Lehrstuhlinhaber
      Dipl. Ök. Torben Rüthers
      Univ. Bochum,
      Lehrstuhl für Internationale Unternehmensrechnung,
      FB Wirtschaftswissenschaft
      wissenschaftlicher Mitarbeiter
      Prof. Dr. Thorsten Sellhorn
      WHU – Otto Beisheim School of Management,
      Lehrstuhl für Externes Rechnungswesen
      Lehrstuhlinhaber

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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