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Menu Costs

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    1. Begriff: Methaphorisch zu verstehender Begriff. Er bezieht sich i.e.S. auf die Kosten, die für ein Unternehmen im Zuge von Preisveränderungen anfallen (in einem Restaurant z.B. die Kosten, die für das Neudrucken der Speisekarte anfallen). I.w.S. gehören hierzu aber auch Organisations- und Informationskosten (z.B. die Kosten für das Drucken und Versenden von Preislisten und Katalogen, die Verärgerung von Konsumenten).

    2. Bedeutung: Obwohl die Menu Costs insgesamt nur gering sind, wird behauptet, dass sie gleichwohl große gesamtwirtschaftliche Auswirkungen haben können. Kommt es z.B. aufgrund einer Verringerung der Geldmenge zu einem Rückgang der monetären Gesamtnachfrage, würden die Unternehmen in einem klassischen Modell mit einer proportionalen Preissenkung reagieren, sodass der Output unverändert bliebe. Wird die Existenz von Menu Costs berücksichtigt, kann es für die einzelnen Unternehmen optimal sein, auf die Preissenkung zu verzichten. Die Preissenkung eines Unternehmens hat aber nicht nur Wirkungen auf die Nachfrage nach den eigenen Produkten, sondern über die Realkasse auch auf die Gesamtnachfrage. Die Bedeutung dieser Gesamtnachfrageexternalität wird i.Allg. deutlich höher sein als der einzelwirtschaftliche Effekt des Verzichts auf eine Preisanpassung. Menu Costs stellen im Rahmen des Neuen Keynesianismus eine Begründung dafür dar, dass Preisstarrheiten das Ergebnis mikroökonomischen Optimierungsverhaltens sein können.

    Werden infolge von Menu Costs statt der Preise die Mengen einer exogenen Störung angepasst, kann es zu Konjunkturschwankungen kommen (Konjunkturtheorie).

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      Mindmap Menu Costs Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/menu-costs-37013 node37013 Menu Costs node41843 Konjunkturtheorie node37013->node41843 node40719 Neuer Keynesianismus node37013->node40719 node32198 Geldmenge node37013->node32198 node36457 Gesamtnachfrageexternalität node37013->node36457 node38052 Keynesianismus node36973 Krisentheorie node36973->node41843 node34777 Hayek node34777->node41843 node41429 Kaldor-Modell node41429->node41843 node48850 Volkswirtschaftstheorie node41843->node48850 node40665 Neue Makroökonomik node40665->node40719 node51433 Neokeynesianische Theorie node51432 Neukeynesianische Makroökonomik node40719->node38052 node40719->node51433 node40719->node51432 node38195 monetäre Finanzinstitute (MFI) node32198->node38195 node39459 Koordinationsversagen node39459->node36457 node34954 Externalität node36457->node34954 node41881 Monetarismus node41881->node32198 node42255 postkeynesianische Geldtheorie node42255->node32198 node36724 Geldvolumen node36724->node32198 node39058 Menukosten node39058->node37013
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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Hans-Werner Wohltmann
      Universität Kiel,
      Institut für Volkswirtschaftslehre
      Lehrstuhlinhaber

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Springer Professional - Die Flatrate für Fachzeitschriften und Bücher
      This paper investigates exchange rate pass-through (ERPT) in the presence of menu costs. Assuming exports prices are negotiated in the exporter’s currency, menu costs give rise to two thresholds around (within) which incomplete ERPT is (not) …
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