Direkt zum Inhalt

Regionalorganisation

Definition

Bei der Regionalorganisation (auch regionale Organisationsstruktur) handelt es sich um ein Organisationsmodell (Organisationsstruktur), bei dem die Kompetenzen aufgrund marktorientierter Spezialisierung nach Regionen gegliedert werden.

GEPRÜFTES WISSEN
Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    regionale Organisationsstruktur. 1. Begriff: Organisationsmodell (Organisationsstruktur), bei dem die Kompetenzen aufgrund marktorientierter Spezialisierung nach Regionen gegliedert werden.

    2. Charakterisierung: Bei reiner Regionalorganisation entstehen auf der zweiten Hierarchieebene organisatorische Teilbereiche, in denen jeweils die Kompetenzen für eine Marktregion umfassend, d.h. bez. sämtlicher Funktionen und Produkte der Unternehmung zusammengefasst sind.

    Vgl. Abbildung „Regionalorganisation

    Grundmodell”. Die Regionalbereiche können als Profitcenter geführt werden.

    3. Beurteilung: a) Ressourcennutzung: Die Regionalorganisation führt noch eher als die Spartenorganisation im Vergleich zur Funktionalorganisationin der Tendenz zu einer schlechteren Nutzung von produkt- und/oder funktionsbezogenen Synergien, da die Ausstattung sämtlicher Regionalbereiche mit den für ihre Aktivitäten erforderlichen Ressourcen häufig zu aufwendig ist im Verhältnis zu Ressourcenauslastung und Nutzung von Vorteilen der Spezialisierung und Größendegression anderer Organisationsformen.

    b) Interdependenzprofil (Interdependenzen): Im Fall der reinen Regionalorganisation fehlen im (theoretischen) Grenzfall überschneidungsfreier Marktdefinitionen zwischen den Regionalbereichen Interdependenzen aufgrund innerbetrieblicher Leistungsverflechtungen und Marktinterdependenzen; die Koordinationsanforderungen sind entsprechend niedrig.

    c) Die Dispositionsfähigkeit der Regionalorganisation ist somit positiv einzuschätzen.

    4. Modifikation: In der Praxis wird die reine Regionalorganisation wegen ihrer Nachteile regelmäßig modifiziert v.a. in Richtung einer mehrdimensionalen Organisationsstruktur. Dabei sollen namentlich funktionale Zentralbereiche (z.B. Werke) eine bessere Ausnutzung der Ressourcen sicherstellen; mit den internen Interdependenzen wächst jedoch auch der Koordinationsbedarf.

    zuletzt besuchte Definitionen...

      Mindmap Regionalorganisation Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/regionalorganisation-45976 node45976 Regionalorganisation node44411 Ressourcennutzung node45976->node44411 node35034 Funktion node45976->node35034 node43095 Organisationsstruktur node45976->node43095 node45772 organisatorischer Teilbereich node45976->node45772 node43177 Spartenorganisation node45976->node43177 node45943 Spezialisierung node45976->node45943 node48985 Teilbereich node48985->node45772 node42805 Ressource node45094 Organisation node44411->node42805 node44411->node45094 node42970 organisatorische Effizienz node44411->node42970 node46217 Stack node46217->node35034 node46571 rationale Funktion node46571->node35034 node37249 konvex node37249->node35034 node50687 Unterprogramm node35034->node50687 node46722 organisatorische Einheit node40433 Kompetenz node43095->node40433 node45772->node46722 node39659 Matrixorganisation node39659->node45943 node38538 Kundengliederung node38538->node45772 node38538->node45943 node43177->node44411 node43177->node45943 node28649 Arbeitsteilung node45943->node28649 node40274 Konfiguration node40274->node43095 node38720 Marketingorganisation node38720->node43095 node43924 Organisationsentwicklung node43924->node43095
      Mindmap Regionalorganisation Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/regionalorganisation-45976 node45976 Regionalorganisation node43095 Organisationsstruktur node45976->node43095 node45943 Spezialisierung node45976->node45943 node45772 organisatorischer Teilbereich node45976->node45772 node35034 Funktion node45976->node35034 node44411 Ressourcennutzung node45976->node44411

      News SpringerProfessional.de

      • Exportentwicklung Werkzeugmaschinen

        Ein aktueller Quest Report verbindet Exportmärkte und Durchschnittswerte von Werkzeugmaschinen in Euro und die Wirkung auf die Exporte nach China seit 2008. Steigende Durchschnittswerte von Werkzeugmaschinen gehen demnach mit rückläufigen Exporten nach China einher.

      • Banken genießen großes Vertrauen ihrer Kunden

        72 Prozent der Bankkunden in Deutschland gehen davon aus, dass Kreditinstitute mit ihren persönlichen Daten sorgsam umgehen. Keine andere Branche genießt einer aktuellen Umfrage zufolge höheres Vertrauen.

      • Neue Aufgaben für die Zentrale der Zukunft

        Unternehmen müssen agil und innovativ sein. Das althergebrachte Headquarter, von dem aus alles zentral gesteuert werden soll, scheint dazu nicht passen zu wollen. Muss die Unternehmenszentrale neu erfunden werden? 

      • So geht erfolgreiches Lead Nurturing im B2B-Segment

        Wenn nicht nur Leads, sondern in Folge auch Käufer generiert werden, ist von Lead Nurturing die Rede. Im B2B-Bereich müssen E-Mail-Marketer dafür besonders strategische sowie kontinuierliche Beziehungsarbeit leisten.

      • Globales E-Invoicing ist Herausforderung für Unternehmen

        Unternehmen sind aufgrund staatlicher Vorgaben zunehmend dazu verpflichtet, ihre Rechnungen elektronisch zu erstellen. Doch in jedem Land gelten andere rechtliche Regelungen. Entsprechend komplex gestalten sich die Prozesse. Erster Teil des Gastbeitrags.

      • Auf dem Rechtsweg ins Verderben

        Wer seinen Markt als Eigentum betrachtet und Neueinsteiger juristisch bekämpfen will, kann nur verlieren, meint Springer-Autor und Zukunftsmanager Heino Hilbig. Denn die Klage eines Taxifahrers gegen Moia wird neue Verkehrskonzepte nicht verhindern. 

      • Mit Location Based Marketing auf Neukundenfang

        Deutsche Marketing-Manager sehen in standortbasierter Werbung die Brücke, um Konsumenten online wie offline anzusprechen. Vor allem für die Neukundengewinnung setzen sie auf das Marketinginstrument.

      • Wie der Arbeitsplatz von morgen aussehen wird

        Während der Industrialisierung wanderte die Arbeit aus dem Haushalt in die Fabrik. Heute klopft sie wieder an die Haustür. Die Möglichkeit zu mehr zeitlicher und örtlicher Flexibilität, beispielsweise zur Arbeit im Homeoffice, macht vor keiner Branche mehr halt.

      • Java und JavaScript sind die beliebtesten Programmiersprachen

        Die meisten Softwareingenieure setzen auf Java und JavaScript, wenn es um die Entwicklung von Unternehmensanwendungen geht. Die angeblichen "In"-Programmiersprachen Python & Co. liegen in der Beliebtheitsskala teils weit abgeschlagen hinter den Klassikern.

      • Diese digitalen Marken sind top

        Digitale Dienste dominieren immer stärker die Markenwelt. In den Top 25 der relevantesten Marken Deutschlands machen sich analoge Marken eher rar.

      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Gerhard Schewe
      Universität Münster,
      Lehrstuhl für BWL,
      insbes. Organisation, Personal und Innovation
      Univ.-Professor

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Springer Professional - Die Flatrate für Fachzeitschriften und Bücher
      Während der Potsdamer Frühjahrsgespräche am 7./8. April 2016, die von der Stiftung Entwicklung und Frieden (sef:), der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH und dem Journal WeltTrends ausgerichtet wurden, machten mehr …
      Am 1./2.3. fand das 15. Gipfeltreffen der seit 1948 bestehenden AL statt. Alle Staats- und Regierungschefs der 22 Mitgliedsstaaten — ein Teilnahmerekord — waren bei dem zweitägigen Treffen im ägyptischen Sharm al-Shaikh vertreten. Das …

      Bücher auf springer.com

      versandkostenfrei von springer.com

      Sachgebiete