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Sequentialtestverfahren

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Folgeprüfverfahren; Klasse von statistischen Testverfahren, bei denen der Stichprobenumfang nicht fest vorgegeben ist, sondern sich als Ausprägung einer Zufallsvariablen im Verlauf der Testdurchführung erst ergibt. Anwendung v.a. in der Qualitätskontrolle (Qualitätssicherung) und bei Stichprobeninventuren. Ziel ist, den beta-Fehler für ausgewählte Alternativen zu begrenzen.

    Nach Entnahme eines Stichprobenelements und Feststellung seiner Merkmalsausprägung gibt es hierbei drei Handlungsalternativen: Ablehnung der Nullhypothese; Beibehaltung der Nullhypothese; Fortsetzung der Entnahme. Letzteres dann, wenn der Stichprobenbefund zwar zur Ablehnung der Nullhypothese führt, der beta-Fehler aber noch unbefriedigend groß ist. Dabei ist für die Prüfgröße ein dritter Bereich neben Ablehnungs- (kritische Region) und Nichtablehnungsbereich festgelegt.

    Vor- und Nachteile: Mit Sequentialtestverfahren können in vielen Fällen erhebliche Kostenvorteile erzielt werden. Es besteht jedoch auch das Risiko eines sehr großen Stichprobenumfangs; ggf. muss der Entnahmevorgang nach einem geeigneten Kriterium abgebrochen werden.

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      Mindmap Sequentialtestverfahren Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/sequentialtestverfahren-42499 node42499 Sequentialtestverfahren node43489 Stichprobeninventur node42499->node43489 node44396 Qualitätssicherung node42499->node44396 node41922 statistische Testverfahren node42499->node41922 node51013 Zufallsvariable node42499->node51013 node31215 Ausprägung node42499->node31215 node44962 stochastische Unabhängigkeit node44962->node51013 node36277 Grundsätze ordnungsmäßiger Inventur node47171 Teilerhebung node43489->node36277 node43489->node47171 node37373 Lagerbuchführung node43489->node37373 node45571 Qualitätssteuerung node45571->node44396 node48666 Variablenkontrolle node48666->node44396 node47755 Total Quality Management ... node45908 Qualität node44396->node47755 node44396->node45908 node41507 Korrelationsmatrix node41507->node51013 node50718 Wahrscheinlichkeit node41922->node43489 node40284 Inferenzstatistik node41922->node40284 node51013->node50718 node48912 Verhältnisskala node48912->node31215 node49536 Variablentransformation node49536->node31215 node43103 Referenzzeit node43103->node31215 node40152 Merkmal node31215->node40152 node34684 Entscheidungsfehler node34684->node41922 node41457 Korrekturfaktor node41457->node41922 node41457->node51013 node30405 Anpassungstest node30405->node41922
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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Udo Kamps
      RWTH Aachen, Institut für Statistik und Wirtschaftsmathematik
      Inhaber des Lehrstuhls für Statistik

      Sachgebiete