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Sequentialtestverfahren

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Folgeprüfverfahren; Klasse von statistischen Testverfahren, bei denen der Stichprobenumfang nicht fest vorgegeben ist, sondern sich als Ausprägung einer Zufallsvariablen im Verlauf der Testdurchführung erst ergibt. Anwendung v.a. in der Qualitätskontrolle (Qualitätssicherung) und bei Stichprobeninventuren. Ziel ist, den beta-Fehler für ausgewählte Alternativen zu begrenzen.

    Nach Entnahme eines Stichprobenelements und Feststellung seiner Merkmalsausprägung gibt es hierbei drei Handlungsalternativen: Ablehnung der Nullhypothese; Beibehaltung der Nullhypothese; Fortsetzung der Entnahme. Letzteres dann, wenn der Stichprobenbefund zwar zur Ablehnung der Nullhypothese führt, der beta-Fehler aber noch unbefriedigend groß ist. Dabei ist für die Prüfgröße ein dritter Bereich neben Ablehnungs- (kritische Region) und Nichtablehnungsbereich festgelegt.

    Vor- und Nachteile: Mit Sequentialtestverfahren können in vielen Fällen erhebliche Kostenvorteile erzielt werden. Es besteht jedoch auch das Risiko eines sehr großen Stichprobenumfangs; ggf. muss der Entnahmevorgang nach einem geeigneten Kriterium abgebrochen werden.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Udo Kamps
      RWTH Aachen, Institut für Statistik und Wirtschaftsmathematik
      Inhaber des Lehrstuhls für Statistik

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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