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Ungleichheit

Definition

Ungleichheit hat verschiedene Dimensionen und ist nicht mit Ungerechtigkeit gleichzusetzen.

Die Beurteilung von wirtschaftlicher Ungleichheit schlägt sich in den verschiedenen Normen der Verteilungsgerechtigkeit nieder.

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Ungleichheit hat verschiedene Ausprägungen: Ungleichheit vor dem Gesetz, Ungleichheit der Geschlechter, Macht-Ungleichheit, soziale Ungleichheit, wirtschaftliche Ungleichheit, u.a.m. Generell kann unter Ungleichheit die unterschiedliche Verteilung von Mitteln, Gütern, Lebenschancen, Macht usw. verstanden werden.

    Eine wichtige Ausprägung von wirtschaftlicher Ungleichheit ist das Ausmaß der Verteilung von Einkommen und Vermögen (vgl. Einkommensverteilung).

    Ungleichheit versus Ungerechtigkeit: Wirtschaftliche Ungleichheit ist ein Ausdruck für die unterschiedliche Verteilung von materiellen oder ideellen Ressourcen. Dagegen beruht die Feststellung von Ungerechtigkeit auf der Bewertung einer gegebenen Ressourcenverteilung auf der Basis normativer Gerechtigkeitsvorstellungen (Bedarfsgerechtigkeit, Leistungsgerechtigkeit, Chancengerechtigkeit usw.). Die Diagnose eines Zustandes der (Un-)Gerechtigkeit ist ungleich schwerer, da diese auch von politischen Wertvorstellungen abhängt.

    Ungleichheit ist daher nicht ist nicht zwangsläufig mit Ungerechtigkeit gleichzusetzen, auch wenn beide Begriffe eng miteinander verbunden sind. Eine unterschiedliche Beurteilung oder Behandlung von ungleichen Merkmalen kann gerecht sein. In diesem Sinne kann es gerechte Ungleichheiten und ungerechte Ungleichheiten geben.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Hagen Krämer
      Hochschule Karlsruhe, Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
      Professor für Economics (Volkswirtschaftslehre)

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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