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Wahrscheinlichkeitsauffassungen

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    verschiedene Erklärungen für Werte einer Wahrscheinlichkeit, die in den verschiedenen Anwendungsfeldern der Wahrscheinlichkeitsrechnung zur numerischen Konkretisierung von Wahrscheinlichkeiten herangezogen werden.

    1. Der klassischen Wahrscheinlichkeitsauffassung (Laplaceschen Wahrscheinlichkeitsauffassung; Symmetrieprinzip) liegt die Vorstellung zugrunde, dass bei einem Zufallsvorgang Elementarereignisse unterschieden werden können, die alle dieselbe Eintrittswahrscheinlichkeit besitzen (Gleichmöglichkeit). Die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten eines Ereignisses ergibt sich als der Quotient aus der Anzahl der für dieses Ereignis günstigen und der Anzahl der in gleicher Weise möglichen Elementarereignisse. Etwa ist bei einem symmetrischen Würfel die Wahrscheinlichkeit, eine Augenzahl von mind. fünf zu erhalten, 2/6.

    2. Bei der „statistischen“ Wahrscheinlichkeitsauffassung (Häufigkeitsinterpretation der Wahrscheinlichkeit) wird als Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses der „Grenzwert“ der relativen Häufigkeit des Eintretens dieses Ereignisses bei zunehmender Anzahl der Wiederholungen des Zufallsvorganges verstanden. Diese liegt etwa den Sterbewahrscheinlichkeiten einer Sterbetafel zugrunde (s. Gesetze der großen Zahlen, Schwaches Gesetz großer Zahlen).

    3. Bei der subjektivistischen Wahrscheinlichkeitsauffassung wird als Wahrscheinlichkeit des Eintretens eines zufälligen Ereignisses der subjektive Überzeugtheitsgrad einer Person, etwa eines Experten, angesetzt (subjektive Wahrscheinlichkeit).

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      Mindmap Wahrscheinlichkeitsauffassungen Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/wahrscheinlichkeitsauffassungen-47114 node47114 Wahrscheinlichkeitsauffassungen node48370 Wahrscheinlichkeitsrechnung node47114->node48370 node35605 Gleichmöglichkeit node47114->node35605 node49508 Zufallsvorgang node47114->node49508 node43223 Sterbetafel node47114->node43223 node50718 Wahrscheinlichkeit node47114->node50718 node47822 zufälliges Ereignis node48370->node47822 node40284 Inferenzstatistik node48370->node40284 node48370->node50718 node35965 Ergebnismenge node35965->node49508 node35605->node49508 node33034 Gleichwahrscheinlichkeit node33034->node49508 node49143 uneingeschränktes Zufallsstichprobenverfahren node49143->node50718 node44347 Sterbewahrscheinlichkeit node43223->node44347 node39661 Mortalität node43223->node39661 node50977 Weibull-Verteilung node50977->node50718 node42277 Stabdiagramm node42277->node50718 node32166 Ereignis node50718->node32166 node28188 Abgangsordnung node28188->node43223 node27442 Bevölkerungsstatistik node27442->node43223 node42711 Randomisierung node42711->node49508
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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Udo Kamps
      RWTH Aachen, Institut für Statistik und Wirtschaftsmathematik
      Inhaber des Lehrstuhls für Statistik

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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