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Arbeitsprozess

Definition: Was ist "Arbeitsprozess"?

Ein Arbeitsprozess ist vor allem in Organisationen ein mehrstufiges Verfahren zur Bewältigung festgelegter Aufgaben und zur Erreichung festgelegter Ziele unter Verwendung bestimmter Ressourcen, etwa zur Erstellung und Bereitstellung von Gütern und Dienstleistungen. Er ist in der Industrie und in der Verwaltung von Kooperation, zuweilen auch von Kollaboration geprägt. Beteiligte können Menschen gleicher und unterschiedlicher Hierarchiestufen, Systeme mit künstlicher Intelligenz und Maschinen wie Kooperations- und Kollaborationsroboter (Co-Robots oder Cobots) sein.

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition im Online-Lexikon

    Inhaltsverzeichnis

    1. Allgemein
    2. Beispiele
    3. Kritik und Ausblick

    Allgemein

    Ein Arbeitsprozess ist – vor allem in Organisationen – ein mehrstufiges Verfahren zur Bewältigung festgelegter Aufgaben und zur Erreichung festgelegter Ziele unter Verwendung bestimmter Ressourcen, etwa zur Erstellung und Bereitstellung von Gütern und Dienstleistungen. Er ist in der Industrie und in der Verwaltung von Kooperation, zuweilen auch von Kollaboration geprägt. Beteiligte können Menschen gleicher und unterschiedlicher Hierarchiestufen, Systeme mit künstlicher Intelligenz und Maschinen wie Kooperations- und Kollaborationsroboter (Co-Robots oder Cobots) sein. Sie folgen bestimmten Anweisungen und Vorgaben, die in Prozessbeschreibungen festgehalten sein können. Die (Vorstufen der) Arbeitsergebnisse werden laufend oder am Ende kontrolliert.

    Beispiele

    Der individuelle Arbeitsprozess, wie er von Dichtern gekannt wird, ist eher eine Ausnahme, selbst in der Kunst. Schon Maler und Bildhauer der Antike und des Mittelalters haben sich in Werkstätten auf kooperative und kollaborative Abläufe gestützt, mit spezialisierten Arbeitskräften. Arbeitsteilung hat zudem frühe Großprojekte der Architektur ermöglicht, etwa den Bau der Chinesischen Mauer, der Pyramiden in Ägypten und von Kathedralen in Europa. Dabei hat man sich der unfreiwilligen Leistung von Lebewesen, nämlich von Tieren (für den Transport und zur Produktion von Kleidung und Nahrung) und Menschen (Sklaven), bedient und deren Verletzung und Tod in Kauf genommen. Die industrielle Revolution verlegte den Arbeitsprozess in die Manufaktur und die Fabrik. Im Taylorismus des 19. und 20. Jahrhunderts dominiert eine starke Zergliederung der Arbeitsaufgaben, die die Arbeitsbefriedigung beeinträchtigt.

    Kritik und Ausblick

    Arbeiterinnen und Arbeiter sowie Angestellte in unserer Gesellschaft wird man kaum als Sklaven wahrnehmen. Dennoch sind sie einen Großteil ihrer Lebenszeit im Dienste von Einrichtungen, die über sie in einem weitgehenden Sinn verfügen. In stark arbeitsteiligen Arbeitsprozessen kommen die Abhängigkeit von anderen Arbeitskräften und die Entfremdung von der Arbeit hinzu. Die Wirtschaftsethik kann die Erwerbsarbeit dieser Ausprägung hinterfragen und an neuen Ansätzen und Modellen mitarbeiten, von New Work bis hin zum bedingungslosen Grundeinkommen oder bedingungslosen Grundeigentum. Ziel dabei kann die Veränderung des Arbeitsprozesses an sich sein, aber auch die des Kontextes, in den er eingebettet ist. Weitere relevante Disziplinen in diesem Zusammenhang, insbesondere mit Blick auf Digitalisierung und Robotisierung, sind Informationsethik und Roboterethik.

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