Direkt zum Inhalt

Auseinandersetzungsbilanz

Definition

Bilanz einer Personengesellschaft (Abschichtungsbilanz), die als Grundlage für die Auszahlung eines oder mehrerer Gesellschafter dienen soll. Das Ergebnis der Auseinandersetzungsbilanz ist das Auseinandersetzungsguthaben.

GEPRÜFTES WISSEN
Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    1. Begriff: Bilanz einer Personengesellschaft (Abschichtungsbilanz), die als Grundlage für die Auszahlung eines oder mehrerer Gesellschafter dienen soll. Das Ergebnis der Auseinandersetzungsbilanz ist das Auseinandersetzungsguthaben.

    2. Formen: Die Auseinandersetzungsbilanz kann eine Sonderbilanz sein, d.h. sie kann speziell zum Zweck einer Auseinandersetzung aufgestellt werden. Das ist notwendig, wenn ein Gesellschafter im Laufe des Geschäftsjahres ausscheidet. Die Auseinandersetzungsbilanz kann ersetzt werden durch die Handelsbilanz am Ende des Geschäftsjahres. Im Gesellschaftsvertrag können Richtlinien vereinbart werden, die sowohl den Aufstellungszeitpunkt als auch die Bewertungsmaßstäbe für die Auseinandersetzungsbilanz festlegen.

    3. Bewertung/Besteuerung: Da die Auseinandersetzungsbilanz eine interne Bilanz der Gesellschafter ist, sind die Gesellschafter in der Wahl der Wertansätze an keine handels- oder steuerrechtlichen Vorschriften gebunden. Vor dem Hintergrund der Unternehmungsbewertungslehre und der Rechtsprechung zur Ermittlung einer angemessenen Abfindung ist die Verwendung der Jahresbilanz problematisch. Nach heutiger Auffassung wird der Wert einer fortzuführenden Unternehmung (Unternehmungswert) und damit die Höhe des Auseinandersetzungsguthabens ausscheidender Gesellschafter von der Höhe der künftig erzielbaren Reinerträge bzw. Einnahmeüberschüsse bestimmt. Erhält der ausscheidende Gesellschafter mehr als den steuerlichen Buchwert seines Anteil, so erzielt er einen nach § 34 EStG ermäßigt besteuerten Gewinn (§ 16 I Nr. 2 EStG).

    zuletzt besuchte Definitionen...

      Mindmap Auseinandersetzungsbilanz Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/auseinandersetzungsbilanz-27324 node27324 Auseinandersetzungsbilanz node48398 Unternehmungswert node27324->node48398 node34439 Gesellschaftsvertrag node27324->node34439 node27069 Auseinandersetzung node27324->node27069 node28419 Abschichtungsbilanz node27324->node28419 node30709 Auseinandersetzungsguthaben node27324->node30709 node34021 Gesellschaftsvermögen node26930 Arbitriumwert node26930->node48398 node47294 Unternehmungsbewertung node48398->node47294 node33760 Einzelgeschäftsführung node33760->node34439 node36016 Gewinn- und Verlustbeteiligung node36016->node34439 node29075 Anfechtung node34439->node29075 node34627 Gesellschaft bürgerlichen Rechts ... node34627->node34439 node28837 Auflösung node27069->node34021 node27069->node34627 node27069->node28837 node31563 Ausscheiden eines Gesellschafters node27069->node31563 node37736 Klageerhebung node28419->node37736 node27291 Ausschließungsklage node28419->node27291 node29815 Ausschluss node28419->node29815 node28419->node31563 node36257 Einlagen node46836 stille Rücklagen node30709->node36257 node30709->node47294 node30709->node46836 node35911 Gesamtwert einer Unternehmung node35911->node48398
      Mindmap Auseinandersetzungsbilanz Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/auseinandersetzungsbilanz-27324 node27324 Auseinandersetzungsbilanz node28419 Abschichtungsbilanz node27324->node28419 node30709 Auseinandersetzungsguthaben node27324->node30709 node27069 Auseinandersetzung node27324->node27069 node34439 Gesellschaftsvertrag node27324->node34439 node48398 Unternehmungswert node27324->node48398

      News SpringerProfessional.de

      • Persönlichkeit und Motivation müssen stimmen

        Beim Besetzen vakanter Stellen achten Vertriebsleiter oft stärker auf die fachliche Qualifikation der Bewerber als auf deren Persönlichkeit und Motivation. Michael Schwartz, Leiter des Instituts für integrale Lebens- und Arbeitspraxis in Esslingen, erläutert, warum diese beiden Faktoren im Vertrieb so wichtig sind.

      • Neue Recruitingstrategien gegen den Fachkräftemangel

        Für den deutschen Mittelstand wird der Fachkräftemangel zum Geschäftsrisiko, zeigen Studien. Und die Situation soll sich noch verschärfen. Höchsten Zeit also, bei der Personalbeschaffung neue Weg zu gehen, so Gastautor Steffen Michel. 

      • Weniger IPO-Prospekt, dafür mehr Anlegerschutz

        Wer sich bislang per Börsengang Geld am Kapitalmarkt besorgen wollte, musste einen aufwendigen Prospekt erstellen. Eine Neuregelung sorgt jetzt bei kleineren IPOs (Initial Public Offering) für Abhilfe. Wie die Voraussetzungen aussehen, erklärt Rechtsanwalt Jörg Baumgartner in seinem Gastbeitrag.

      • Whatsapp startet Business-Offensive

        Im Servicefall können Verbraucher einige Unternehmen bereits über den Messenger-Dienst Whatsapp kontaktieren. Doch was passiert, wenn der Kundenservice Nachrichten initiativ versendet? Ein neues Business-Tool soll genau das ermöglichen.

      • Kundennutzenmodelle im B2B-Vertrieb von E-Marktplätzen

        Elektronische B2C-Marktplätze müssen ihre über Jahre errungene dominante Marktstellung in Gewinne umzumünzen, ohne ihre Marktstellung zu gefährden. Dazu gehört, Preise für langjährige Händler drastisch zu erhöhen. Kundennutzenmodelle spielen dabei eine wichtige Rolle.

      • "Belastete Geschäftsmodelle sind meistens nicht genug innoviert"

        Der ehemalige Roland-Berger-Krisenberater Thomas Knecht hat an der Spitze von Hellmann den Turnaround des weltweiten Logistikers geschafft. Branche und Wirtschaft fordert er zu mehr Wachsamkeit auf. Im Interview spricht er über Anpassungsfähigkeit und Insolvenzschutz.

      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Dr. Dr. Jörg Berwanger
      STEAG New Energies GmbH, Saarbrücken
      Commercial Project Manager
      Prof. Dr. Wolfgang Breuer
      RWTH Aachen,
      Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre,
      insb. Betriebliche Finanzwirtschaft
      Professor
      Prof. Dr. Claudia Breuer
      Hochschule der Sparkassen-Finanzgruppe - University of Applied Sciences
      Professorin für Finanzwirtschaft und Nachhaltigkeit
      Prof. Dr. Hans-Joachim Böcking
      Goethe-Universität Frankfurt,
      Lehrstuhl für BWL, insbes.
      Wirtschaftsprüfung
      Professor
      Prof. Dr. Peter Oser
      Ernst & Young AG
      Partner, Leiter Grundsatzabteilung Wirtschaftsprüfung, Professional Practice Director
      Prof. Dr. Norbert Pfitzer
      Ernst & Young AG
      Mitglied des Vorstands

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Springer Professional - Die Flatrate für Fachzeitschriften und Bücher
      Der Gesetzgeber versieht den Begriff der Auseinandersetzung mit unterschiedlicher Bedeutung: Zum einen versteht er darunter die Abrechnung von Gesellschaftsvermögen zwischen Gesellschaftern bei der Auflösung einer Gesellschaft (§ 730 Abs. 1 BGB, § …
      Da jedes Unternehmen zur Finanzierung seiner Investitionen und laufenden Geschäftstätigkeit Finanzmittel benötigt, ist deren Beschaffung und Sicherung von existenzieller Bedeutung. Nur in seltenen Fällen verzichten Existenzgründer bewusst auf die …
      Qualifikation und Leistung der Mitarbeiter sind wachstumsfördernde und existenzsichernde Elemente jedes Unternehmens. In der sich ständig wandelnden Arbeitswelt gewinnt das individuelle Leistungsvermögen durch steigende Komplexität und …

      Sachgebiete