Direkt zum Inhalt

Bilanzvergleich

GEPRÜFTES WISSEN
Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    Vergleich mehrerer Bilanzen sowie Gewinn- und Verlustrechnungen (GuV) miteinander. Daher besser als Jahresabschlussvergleich bezeichnet. Aussagefähig nur unter der Voraussetzung, dass in den Abschlussinformationen gleiche Bewertungsgrundsätze (Bewertung) verwendet wurden und eine annähernd gleiche Gliederung vorliegt.

    Formen: 1. Interner (Perioden-)Bilanzvergleich: Gegenüberstellung mehrerer Bilanzen sowie Gewinn- und Verlustrechnungen aufeinander folgender Geschäftsjahre einer Unternehmung. Dieser Bilanzvergleich wird durchgeführt, um die sich von Periode zu Periode ergebenden Veränderungen zu erkennen und auf ihre Ursachen zu analysieren, z.B. Umsatzrückgang, Rentabilitätsverschiebungen, Aufwandssteigerungen, Änderungen in der Kapitalstruktur, Liquidität. Die Erkenntnisse, die sich aus dem Bilanzvergleich ergeben, können die Dispositionen der Geschäftsleitung in der augenblicklichen und in zukünftigen Perioden bestimmen; Hilfsmittel z.B. finanzwirtschaftliche Bewegungsbilanz, Kapitalflussrechnung.

    2. Externer Bilanzvergleich: Vergleich zweier oder mehrerer Bilanzen sowie Gewinn- und Verlustrechnungen verschiedener Unternehmungen derselben Branche und ungefähr gleicher Größenordnung aus demselben Zeitraum. Dieser externe Bilanzvergleich ist weitaus schwieriger, da die veröffentlichten Abschlussinformationen der Konkurrenzunternehmungen, entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen, wesentlich weniger aussagefähig sind als interne Betriebsbilanzen. Jedoch lassen sich auch hier noch brauchbare Unterlagen ermitteln, mit deren Hilfe Erkenntnisse gewonnen werden können, z.B. Marktanteil der eigenen Unternehmung; Kapitalstruktur der einzelnen Unternehmungen; bei kleinen und mittelgroßen Kapitalgesellschaften (Größenklassen) Rückschlüsse auf den Umsatz aus den ausgewiesenen Steuern; ein wichtiger Faktor sind Löhne und Gehälter (auch im Verhältnis zu Kapazität und Umsatz).

    Ziel des externen Bilanzvergleichs ist es, die Stellung zu erkennen, die das eigene Unternehmen im Hinblick auf Umsatz, Aufwendungen, Rentabilität und technische Weiterentwicklung zwischen den konkurrierenden Betrieben einnimmt.

    Vgl. auch Bilanzanalyse.

    zuletzt besuchte Definitionen...

      Mindmap Bilanzvergleich Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/bilanzvergleich-27152 node27152 Bilanzvergleich node27780 Bewertung node27152->node27780 node32818 finanzwirtschaftliche Bewegungsbilanz node27152->node32818 node31477 Bilanz node27152->node31477 node33703 Gewinn- und Verlustrechnung ... node27152->node33703 node48946 Veräußerungswert node27780->node48946 node31208 Abschreibung node27780->node31208 node31510 Bewegungsbilanz node30674 Bilanzanalyse node30674->node27152 node40599 Kapitalflussrechnung node40599->node27152 node40599->node31510 node40599->node30674 node40599->node33703 node39410 International Financial Reporting ... node40599->node39410 node32818->node30674 node32818->node40599 node32818->node31477 node29448 Bilanzbewertung node29448->node27780 node27843 bewegliches Anlagevermögen node27843->node27780 node43791 Rechnungsperiode node43791->node33703 node27154 Bilanzstichtag node31477->node27154 node39862 Leistungsbilanz node39862->node33703 node27870 außerordentliche Erträge node33703->node27870 node33703->node31208 node40202 Maschine node40202->node31477 node40271 latente Steuern node40271->node31477 node37373 Lagerbuchführung node37373->node31477
      Mindmap Bilanzvergleich Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/bilanzvergleich-27152 node27152 Bilanzvergleich node31477 Bilanz node27152->node31477 node33703 Gewinn- und Verlustrechnung ... node27152->node33703 node27780 Bewertung node27152->node27780 node32818 finanzwirtschaftliche Bewegungsbilanz node27152->node32818 node40599 Kapitalflussrechnung node27152->node40599

      News SpringerProfessional.de

      • Big Brother im Büro

        Die totale Überwachung von Mitarbeitern ist längst keine negative Utopie mehr, wie sie George Orwell oder Dave Eggers in ihren Romanen heraufbeschwören. Unternehmen können bereits jetzt die Aktivitäten ihrer Angestellten rundum erfassen. Wissenschaftler warnen vor Missbrauch.

      • Private Equity in Deutschland boomt

        Unternehmen günstig kaufen und mit Gewinn verkaufen. Das ist das Konzept von Private Equity-Gesellschaften. Sie sind in Deutschland nach wie vor sehr aktiv, wie eine aktuelle Studie zeigt.

      • Zu wenig Innovation vor lauter Transformation

        Im BCG-Innovations-Ranking 2018 liegen US- und Digitalunternehmen klar vorn. Deutsche Firmen sind erst ab Platz 21 zu finden. Doch was hemmt hierzulande eigentlich die Innovationskraft?

      • Talentierte Mitarbeiter finden und binden

        Im hart gewordenen "War for Talents", in dem Fachkräfte begehrter denn je sind, vergessen Unternehmen offenbar, auf die internen Talente zu setzen. Dabei schlummern in der Belegschaft oft ungeahnte Potenziale.

      • Digitalisierung in betrieblicher Altersvorsorge angekommen

        Mittlerweile ist die Digitalisierung auch in der betrieblichen Altersvorsorge angekommen. Die aktuelle Mercer-Studie deckt Details auf und erklärt, wieso sich zwei Drittel der befragten Unternehmen eine digitale Informationsplattform wünschen.

      • Industrie 4.0 – und Schicht im Schacht?

        Je nach Standpunkt und Blickwinkel scheint der Trend zu Digitalisierung und Vernetzung der Industrie zur Industrie 4.0 positive oder negative Auswirkungen auf die Arbeitsplatzentwicklung zu versprechen. Wirtschaftsforscher haben jetzt eine Gesamtschau versucht.

      • Agile Führung zur Stärkung der Veränderungsintelligenz

        Braucht Agilität überhaupt noch Führung? Oder sind Führung und Agilität nicht ein Widerspruch in sich? Wie das Konzept der Veränderungsintelligenz zeigt, hängt die Antwort vom jeweiligen Agilitätskontext ab, so Gastautorin Antje Freyth.

      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Thilo Seyfriedt
      Hochschule Offenburg, Fakultät Betriebswirtschaft und Wirtschaftsingenieurwesen
      Professur für ABWL sowie Finanzierung, Rechnungslegung und Steuern

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Springer Professional - Die Flatrate für Fachzeitschriften und Bücher
      Kurz vor dem Jahr 2000 ist vielen Unternehmen in Deutschland deutlich geworden, was für sie Tax Accounting, früher noch eher einfach „Bilanzierung latenter und laufender Steuern“ bedeutet. Die Welle, die auf sie bei den Umstellungsprojekten auf …
      Latente Steuern stehen für Steuerzahlungen, Steuerrückzahlungen und Steuererstattungen, - ren künftiger Eintritt aktuell erwartet wird – wenn doch diese Definition so einfach anzuwenden wäre. Die vielen Artikel, die ich über latente Steuerposten gesc
      Nur wo Mitarbeiter an der Basis sich mit dem Unternehmen und seinen Zielen identifizieren, sprudeln die Gewinne. Mitarbeiter sind weder Märtyrer, die sich zum Wohle des Ganzen opfern, noch Masochisten, die sie selbst quälen, weil dies für andere …

      Sachgebiete