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Gutschrift

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Inhaltsverzeichnis

    1. Rechnungswesen
    2. Umsatzsteuerrecht

    Rechnungswesen

    Buchung einer Leistung zugunsten einer Person oder eines Unternehmens auf der Habenseite des betreffenden Kontos; Mitteilung an den Begünstigten von einer entsprechend vorgenommenen Buchung.

    Gegensatz: Lastschrift.

    Umsatzsteuerrecht

    Mithilfe einer Gutschrift kann der Leistungsempfänger umsatzsteuerlich über eine bezogene Lieferung oder Leistung abrechnen, wenn dies vorher mit dem leistenden Unternehmer vereinbart wurde. Die Erteilung einer Gutschrift ist insbesondere sinnvoll, wenn nur der Leistungsempfänger, nicht jedoch der Leistende, die Abrechnungsgrundlagen kennt (z.B. bei Abhängigkeit des Entgelts für den Lieferanten von den Umsatzzahlen seines Kunden, etwa bei Provisionszahlungen). Die Gutschrift wird umsatzsteuerlich als vollgültige Rechnung über den Vorgang anerkannt und ermöglicht insbesondere dem Leistungsempfänger auch den Vorsteuerabzug, wenn in ihr alle in § 14 UStG geforderten Bestandteile einer Rechnung enthalten sind. Sie verliert allerdings ihre umsatzsteuerliche Wirkung, wenn der leistende Unternehmer der ihm übermittelten Gutschrift widerspricht (§ 14 II UStG). Akzeptiert jemand eine Gutschrift, in der die ausgewiesene Umsatzsteuerschuld höher ist als die gesetzlich geschuldete, so schuldet er auch den Mehrbetrag (§ 14c UStG), bis die Gutschrift berichtigt worden ist; der Gutschriftaussteller (Leistungsempfänger) hat gleichwohl nur den Vorsteuerabzug in Höhe des gesetzlich richtigen Betrages.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Dr. Norbert Dautzenberg
      Jade Hochschule
      Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth/,
      Standort Wilhelmshaven
      Verwalter einer Professur für Betriebswirtschaftliche Steuerlehre
      Dr. Barbara Wischermann
      Universität Bochum,
      FB Wirtschaftswissenschaft
      OStR.i.H.

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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