Direkt zum Inhalt

Rechnung

Definition

Faktura; Mitteilung des aufgrund des Kaufvertrags etc. fälligen Entgelts. Bestandteile sind der Kopf: Empfängeranschrift, Zeichen und Datum der Bestellung, eigenes Zeichen des Auftrags, Nummer und Datum der Rechnung und der Kern: Bezeichnung der Leistung bzw. der Ware mit Stückzahl oder sonstiger Mengenbezeichnung; Positionsnummern; Einzel-, Gesamt- und Endpreis sowie die Zahlungsbedingungen und andere Vorschriften.

GEPRÜFTES WISSEN
Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    Inhaltsverzeichnis

    1. Bestandteile
    2. Umsatzsteuerrecht

    Faktura; Mitteilung des aufgrund des Kaufvertrags etc. fälligen Entgelts.

    Bestandteile

    1. Kopf: Empfängeranschrift, Zeichen und Datum der Bestellung, eigenes Zeichen des Auftrags, Nummer und Datum der Rechnung.

    2. Kern: Bezeichnung der Leistung bzw. der Ware mit Stückzahl oder sonstiger Mengenbezeichnung; Positionsnummern; Einzel-, Gesamt- und Endpreis sowie die Zahlungsbedingungen und andere Vorschriften.

    Umsatzsteuerrecht

    1. Begriff: Urkunde, mit der ein Unternehmer über Lieferungen und sonstige Leistungen gegenüber dem Leistungsempfänger abrechnet, gleichgültig, wie diese Urkunde im Geschäftsverkehr bezeichnet wird (z.B. Angaben in einem Vertrag). Als Rechnung zählt auch eine Gutschrift, wenn sie den Formvorschriften entspricht und der leistende Unternehmer dem Inhalt der Gutschrift nicht widerspricht.

    2. Form: Eine Rechnung ist auf Papier oder als elektronische Rechnung zu übermitteln (§ 14 I UStG).

    3. Eine Rechnung im Sinn des UStG muss bestimmte Pflichtbestandteile enthalten; ist dies nicht der Fall, hat der Leistungsempfänger keinen Anspruch auf Vorsteuerabzug (§ 15 I Nr. 1 UStG). Diese sind: a) Leistender Unternehmer und Leistungsempfänger müssen beide mit vollständigem Namen und vollständiger Anschrift genannt sein; b) dt. Umsatzsteuer-Identifikationsnummer oder Steuernummer des leistenden Unternehmers, c) Ausstellungsdatum, d) fortlaufende Rechnungsnummer, e) Menge und Art der in handelsüblicher Weise bezeichneten gelieferten Gegenstände oder Art und Umfang der erbrachten sonstigen Leistung, f) Zeitpunkt der Lieferung oder sonstigen Leistung oder Zeitpunkt der Vereinnahmung des Entgelts, wenn dieser feststeht, g) Nettoentgelte, Steuersätze bzw. Steuerbefreiungen für jede einzelne Leistung, sowie jede im Voraus vereinbarte Minderung des Entgelts, h) in bes. Fällen Hinweis auf die Aufbewahrungspflicht des Leistungsempfänger. Erleichterungen bestehen für Kleinbetragsrechnungen.

    4. Sonderregelungen verlangen teilweise auch die Angabe der Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des Leistungsempfängers auf der Rechnung (§ 14a UStG). Geht die Pflicht zur Zahlung der Steuer nach Sonderregelungen auf den Kunden über (z.B. bei Dreiecksgeschäft oder bei Reverse-Charge-Verfahren), so ist nur der Nettobetrag auszuweisen und ein Hinweis auf die Steuerschuldnerschaft des Kunden auf der Rechnung anzubringen; vgl. § 14a UStG.

    5. Eine Pflicht zur Ausstellung einer Rechnung im umsatzsteuerlichen Sinn besteht immer dann, wenn der Kunde ein Unternehmer und/oder eine juristische Person ist (§ 14 II Satz 2 UStG); auch in den übrigen Fällen ist der Unternehmer zur Ausstellung einer Rechnung berechtigt.

    6. Folgen einer falschen Rechnung: Wer eine Rechnung im umsatzsteuerlichen Sinn ausstellt und hierauf eine zu hohe Steuer ausweist, gefährdet hierdurch das Steueraufkommen, weil die Rechnung vom Empfänger potenziell zum Vorsteuerabzug benutzt werden könnte. Er schuldet deshalb gegenüber der Finanzbehörde den ausgewiesenen Mehrbetrag, bis er die Rechnung berichtigt (und in einigen Fällen auch das eingetretene fiskalische Risiko beseitigt hat; §§ 14b, 14c UStG). Zugleich jedoch steht einem Leistungsempfänger, der eine Rechnung akzeptiert hat, in der die Umsatzsteuer zu hoch ausgewiesen ist, aus dieser Rechnung kein Vorsteuerabzug für diesen Mehrbetrag zu (§ 15 I Nr.1 UStG); er muss vielmehr auf Rechnungsberichtigung und Erstattung der zu viel bezahlten Umsatzsteuer durch seinen Geschäftspartner bestehen.

    zuletzt besuchte Definitionen...

      Mindmap Rechnung Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/rechnung-42761 node42761 Rechnung node36002 elektronische Rechnung node42761->node36002 node32971 Einfuhrverfahren node49659 Zollanmeldung node32971->node49659 node49763 Verzollung node49579 Zollfaktura node49579->node42761 node49579->node49763 node27371 Ausfuhr node49579->node27371 node42718 steuerfreie Lieferungen node49603 Umsatzsteuer node42718->node49603 node41465 Investitionsrechnung node41465->node49603 node33433 indirekte Steuern node48087 Unternehmen node49603->node42761 node49603->node33433 node49603->node48087 node32469 Einfuhrkontrollmeldung node32469->node49659 node51572 Mehrwertsteuersystemrichtlinie node36002->node51572 node47641 Zollstelle für die ... node47641->node49659 node54217 Brexit node54217->node49659 node49659->node42761 node32808 Entgelt node29452 Außenwirtschaftsrecht node47595 Warenwert node47595->node42761 node47595->node32808 node47595->node29452
      Mindmap Rechnung Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/rechnung-42761 node42761 Rechnung node36002 elektronische Rechnung node42761->node36002 node47595 Warenwert node47595->node42761 node49659 Zollanmeldung node49659->node42761 node49603 Umsatzsteuer node49603->node42761 node49579 Zollfaktura node49579->node42761

      News SpringerProfessional.de

      • Was Bewerber garantiert abschreckt

        Sie sollen Status symbolisieren und modern daher kommen, erreichen aber das genaue Gegenteil. Arbeitsuchende empfinden englische Jobtitel häufig als unnötig aufgebläht. Keep ist simple, ist der bessere Anglizismus im Recruiting.

      • Big Brother im Büro

        Die totale Überwachung von Mitarbeitern ist längst keine negative Utopie mehr, wie sie George Orwell oder Dave Eggers in ihren Romanen heraufbeschwören. Unternehmen können bereits jetzt die Aktivitäten ihrer Angestellten rundum erfassen. Wissenschaftler warnen vor Missbrauch.

      • Private Equity in Deutschland boomt

        Unternehmen günstig kaufen und mit Gewinn verkaufen. Das ist das Konzept von Private Equity-Gesellschaften. Sie sind in Deutschland nach wie vor sehr aktiv, wie eine aktuelle Studie zeigt.

      • Zu wenig Innovation vor lauter Transformation

        Im BCG-Innovations-Ranking 2018 liegen US- und Digitalunternehmen klar vorn. Deutsche Firmen sind erst ab Platz 21 zu finden. Doch was hemmt hierzulande eigentlich die Innovationskraft?

      • Talentierte Mitarbeiter finden und binden

        Im hart gewordenen "War for Talents", in dem Fachkräfte begehrter denn je sind, vergessen Unternehmen offenbar, auf die internen Talente zu setzen. Dabei schlummern in der Belegschaft oft ungeahnte Potenziale.

      • Digitalisierung in betrieblicher Altersvorsorge angekommen

        Mittlerweile ist die Digitalisierung auch in der betrieblichen Altersvorsorge angekommen. Die aktuelle Mercer-Studie deckt Details auf und erklärt, wieso sich zwei Drittel der befragten Unternehmen eine digitale Informationsplattform wünschen.

      • Industrie 4.0 – und Schicht im Schacht?

        Je nach Standpunkt und Blickwinkel scheint der Trend zu Digitalisierung und Vernetzung der Industrie zur Industrie 4.0 positive oder negative Auswirkungen auf die Arbeitsplatzentwicklung zu versprechen. Wirtschaftsforscher haben jetzt eine Gesamtschau versucht.

      • Agile Führung zur Stärkung der Veränderungsintelligenz

        Braucht Agilität überhaupt noch Führung? Oder sind Führung und Agilität nicht ein Widerspruch in sich? Wie das Konzept der Veränderungsintelligenz zeigt, hängt die Antwort vom jeweiligen Agilitätskontext ab, so Gastautorin Antje Freyth.

      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Dr. Norbert Dautzenberg
      Jade Hochschule
      Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth/,
      Standort Wilhelmshaven
      Verwalter einer Professur für Betriebswirtschaftliche Steuerlehre
      Dr. Barbara Wischermann
      Universität Bochum,
      FB Wirtschaftswissenschaft
      OStR.i.H.
      Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Weber
      WHU – Otto Beisheim School of Management,
      Institut für Management und Controlling
      ICM
      Direktor

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Springer Professional - Die Flatrate für Fachzeitschriften und Bücher
      Der öffentliche Sektor hat die Vorreiterrolle in der E-Rechnung übernommen und damit die Privatwirtschaft abgelöst – auch weil die E-Rechnung Kosten spart, so eine aktuelle Studie.
      Dieses Buch versteht sich als Leitfaden, um Selbstständigen die komplexen Rechnungsvorschriften verständlicher zu machen und dient als Wegweiser durch die zahlreichen steuerlichen Vorschriften. Denn Rechnungen zu schreiben, gehört zwar zu den …
      Selbstständige schließen im Laufe ihrer unternehmerischen Tätigkeit zahlreiche Verträge: Mietverträge, Leasingverträge, Verträge mit Lieferanten und Dienstleistern – vor allem aber Verträge mit Kunden. Denn jedem Auftrag liegt ein Vertrag zu …

      Sachgebiete