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Kausalanalyse

Definition

Erforschung ursächlicher Zusammenhänge (Kausalität).

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    1. Erforschung ursächlicher Zusammenhänge (Kausalität).

    2. Verfahren, die auf der Basis korrelativer Beziehungen aus experimentellen und nicht-experimentellen Daten versuchen, Kausalitäten zu überprüfen und zu quantifizieren. Im Mittelpunkt steht die statistische Überprüfung eines sachlogisch begründeten Modells von Wirkstrukturen, dessen Annahme bzw. Nicht-Ablehnung mithilfe empirischer Daten erfolgt. Hieraus ergibt sich der konfirmatorische Charakter der Kausalanalyse

    3. Ablauf: Bei der Kausalanalyse wird zunächst ein verbal formuliertes und sachlogisch begründetes Hypothesengeflecht von wenn-dann- oder je-desto-Aussagen grafisch in ein Kausaldiagramm (Kausalmodell) übersetzt. Die Pfade in diesem Diagramm geben die Richtung der vermuteten Beziehungen zwischen den einzelnen Variablen wieder. Das Kausaldiagramm wird anschließend in ein mathematisches Gleichungssystem überführt. Die einzelnen Parameter des Kausalmodells können dann anhand empirischer Daten ermittelt bzw. die Modellstruktur getestet werden. Zeigt sich eine hinreichende Übereinstimmung zwischen dieser geschätzten und der sich aufgrund sachlogischer Überlegungen postulierten Modellstruktur, dann können die einzelnen Modellparameter inhaltlich interpretiert werden.

    Anwendungen: U.a. zur Kontrolle der Wirkungen von Marketingmaßnahmen, Ermittlung strategischer Erfolgsfaktoren, Ermittlung alternativer Risikokonzepte zur Beurteilung des Länderrisikos.

    Vgl. auch multivariate Analysemethoden, LISREL, Pfadanalyse.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Klaus Wübbenhorst
      GfK SE
      Vorsitzender des Vorstands
      Prof. Dr. Jean-Paul Thommen
      European Business School,
      Schloss Reichartshausen
      Head of Chair, Chair of Organizational Behavior

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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