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Lifo

Definition

Abk. für Last-in-first-out; Prioritätsprinzip (Priorität) der Warteschlangentheorie, nach dem zuletzt ankommende Transaktionen zuerst bedient werden. Angewandt u.a. bei der Reihenfolgeplanung.

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    Ausführliche Definition

    Inhaltsverzeichnis

    1. Allgemein
    2. Handelsbilanz
    3. Steuerbilanz

    Allgemein

    Abk. für Last-in-first-out; Prioritätsprinzip (Priorität) der Warteschlangentheorie, nach dem zuletzt ankommende Transaktionen zuerst bedient werden. Angewandt u.a. bei der Reihenfolgeplanung.

    Vgl. auch Fifo.

    Handelsbilanz

    Verfahren zur Bewertung gleichartiger Vermögensgegenstände des Vorratsvermögens, bei dem unterstellt wird, dass die zuletzt gekauften Waren zuerst verkauft bzw. verwendet werden (§ 256 HGB). In der Bilanz werden die Vorräte mit den Anschaffungskosten der zuerst beschafften Waren angesetzt; bei Preissteigerungen also der niedrigste Einstandwert der Vorräte, wodurch das Ergebnis niedriger ausgewiesen wird und stille Rücklagen gebildet werden.

    Steuerbilanz

    Die Lifo-Methode kann gemäß § 6 I Nr. 2a EStG grundsätzlich von Gewerbetreibenden in Anspruch genommen werden, die aufgrund gesetzlicher Vorschrift zur Buchführung verpflichtet sind oder freiwillig Bücher führen.

    In Betracht kommen gleichartige Wirtschaftsgüter des Vorratsvermögens. Gleichartigkeit liegt vor bei gleichartiger Warengattung oder gleicher Funktion. Auch annähernde Preisgleichheit wird vorausgesetzt.

    Die Unbestimmtheit bez. des anzuwendenden Verfahrens wird durch R 6.9 EStR 2008 eingeschränkt, wonach bei der Bewertung des Vorratsvermögens grundsätzlich von der Lifo-Methode auszugehen ist. R 6.9 EStR unterscheidet folgende Methoden:
    (1) Beim permanenten Lifo-Verfahren werden die Zu- und Abschläge des Wirtschaftsjahres in chronologischer Reihenfolge berücksichtigt. Die Zugänge werden mit ihren tatsächlichen Anschaffungskosten angesetzt, während die Abgänge mit den Wertansätzen der letzten Zugänge bewertet werden.


    (2) Beim Perioden-Lifo-Verfahren werden nicht alle Zu- und Abgänge während des Geschäftsjahres einzeln zugeordnet und wertmäßig fortgeschrieben. Es wird lediglich der mengenmäßige Bestand am Ende der Periode ermittelt und mit dem Anfangsbestand verglichen. Der Steuerpflichtige kann auch den Überbestand für jedes Wirtschaftsjahr als eigenen Posten (Layer) fortführen und bei einem Endbestand, der niedriger ist als der Anfangsbestand, nach der Lifo-Methode auflösen. Die Layer sind nach Lifo-Methode einer Teilwertabschreibung zugänglich.

    Abweichungen: Die Lifo-Methode wird im Normalfall (Perioden-Lifo) beim Jahresabschluss angewendet. Von der Lifo-Methode kann in den folgenden Wirtschaftsjahren nur mit Zustimmung des Finanzamts abgewichen werden.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      StB Birgitta Dennerlein
      selbständig
      Diplom-Betriebswirtin (BA), Steuerberaterin
      Prof. Dr. Hans-Joachim Böcking
      Goethe-Universität Frankfurt,
      Lehrstuhl für BWL, insbes.
      Wirtschaftsprüfung
      Professor
      Prof. Dr. Peter Oser
      Ernst & Young AG
      Partner, Leiter Grundsatzabteilung Wirtschaftsprüfung, Professional Practice Director
      Prof. Dr. Norbert Pfitzer
      Ernst & Young AG
      Mitglied des Vorstands

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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