Direkt zum Inhalt

Bewertungsvereinfachungsverfahren

GEPRÜFTES WISSEN
Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    Inhaltsverzeichnis

    1. Handelsbilanz
    2. Steuerbilanz

    Handelsbilanz

    Grundsätzlich gilt das Prinzip der Einzelbewertung (§ 252 I Nr. 3 HGB). Unter bestimmten Voraussetzungen sind jedoch Vereinfachungen zugelassen: 1. Verfahren zur vereinfachten Ermittlung der Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten: Sachanlagevermögensgegenstände und Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe können u.U. mit einem Festwert angesetzt werden (§ 240 III HGB); gleichartige Vermögensgegenstände des Vorratsvermögens und andere gleichartige oder annähernd gleichwertige bewegliche Vermögensgegenstände können gruppenweise (Gruppenbewertung) und mit dem gewogenen Durchschnitt (Durchschnittsbewertung) bewertet werden (§ 240 IV HGB); für gleichartige Gegenstände des Vorratsvermögens kann unterstellt werden, dass die zuerst oder die zuletzt angeschafften oder hergestellten Vermögensgegenstände zuerst oder in einer sonstigen bestimmten Folge verbraucht oder veräußert worden sind (§ 256 HGB; sog. Verbrauchsfolgeverfahren; vgl. Lifo, Fifo, Hifo, Lofo).

    2. Sog. geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 150 Euro müssen zwingend sofort abgeschrieben werden (vgl. § 6 II  EStG). Für abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als 150 Euro, aber nicht mehr als 1000 Euro betragen, ist ein Sammelposten zu bilden, der über 5 Jahre gewinnmindernd aufzulösen ist (vgl. § 6 IIa). Auch regelmäßig wiederkehrende Rechnungsabegrenzungsposten in geringer Höhe brauchen nicht berücksichtigt zu werden.

    Steuerbilanz

    Grundsätzlich gelten die gleichen Bewertungsvereinfachungsverfahren (R 5.3, R 5.4, R 6.8, R 6.13, R 6.14 EStR), als Verbrauchsfolgeverfahren kommt gemäß § 6 I 2a EStG jedoch nur das Lifo-Verfahren unter Beachtung des Bewertungsvorbehalts in Betracht (Einzelheiten vgl. R 6.8 EStR).

    zuletzt besuchte Definitionen...

      Mindmap Bewertungsvereinfachungsverfahren Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/bewertungsvereinfachungsverfahren-29496 node29496 Bewertungsvereinfachungsverfahren node33124 Herstellungskosten node29496->node33124 node36748 Festwert node29496->node36748 node34695 Einzelbewertung node29496->node34695 node29431 Anschaffungskosten node29496->node29431 node34265 Gruppenbewertung node29496->node34265 node49874 Vermögensgegenstand node33124->node49874 node38623 Inventar node46022 Sicherheitsbestand node38698 Inventur node36748->node46022 node36748->node38698 node27780 Bewertung node36748->node27780 node36692 Herstellungswert node36692->node33124 node36257 Einlagen node36257->node33124 node47957 Zwischenergebniseliminierung node47957->node33124 node35524 Frachtkosten node35524->node29431 node44544 Pauschalbewertung node34695->node44544 node34695->node34265 node40202 Maschine node40202->node29431 node28200 Anschaffungspreis node31208 Abschreibung node31208->node36748 node31208->node34265 node29431->node28200 node29431->node31208 node27780->node34695 node34265->node38623 node34265->node44544 node31477 Bilanz node34265->node31477
      Mindmap Bewertungsvereinfachungsverfahren Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/bewertungsvereinfachungsverfahren-29496 node29496 Bewertungsvereinfachungsverfahren node34695 Einzelbewertung node29496->node34695 node29431 Anschaffungskosten node29496->node29431 node33124 Herstellungskosten node29496->node33124 node36748 Festwert node29496->node36748 node34265 Gruppenbewertung node29496->node34265

      News SpringerProfessional.de

      • Persönlichkeit und Motivation müssen stimmen

        Beim Besetzen vakanter Stellen achten Vertriebsleiter oft stärker auf die fachliche Qualifikation der Bewerber als auf deren Persönlichkeit und Motivation. Michael Schwartz, Leiter des Instituts für integrale Lebens- und Arbeitspraxis in Esslingen, erläutert, warum diese beiden Faktoren im Vertrieb so wichtig sind.

      • Neue Recruitingstrategien gegen den Fachkräftemangel

        Für den deutschen Mittelstand wird der Fachkräftemangel zum Geschäftsrisiko, zeigen Studien. Und die Situation soll sich noch verschärfen. Höchsten Zeit also, bei der Personalbeschaffung neue Weg zu gehen, so Gastautor Steffen Michel. 

      • Weniger IPO-Prospekt, dafür mehr Anlegerschutz

        Wer sich bislang per Börsengang Geld am Kapitalmarkt besorgen wollte, musste einen aufwendigen Prospekt erstellen. Eine Neuregelung sorgt jetzt bei kleineren IPOs (Initial Public Offering) für Abhilfe. Wie die Voraussetzungen aussehen, erklärt Rechtsanwalt Jörg Baumgartner in seinem Gastbeitrag.

      • Whatsapp startet Business-Offensive

        Im Servicefall können Verbraucher einige Unternehmen bereits über den Messenger-Dienst Whatsapp kontaktieren. Doch was passiert, wenn der Kundenservice Nachrichten initiativ versendet? Ein neues Business-Tool soll genau das ermöglichen.

      • Kundennutzenmodelle im B2B-Vertrieb von E-Marktplätzen

        Elektronische B2C-Marktplätze müssen ihre über Jahre errungene dominante Marktstellung in Gewinne umzumünzen, ohne ihre Marktstellung zu gefährden. Dazu gehört, Preise für langjährige Händler drastisch zu erhöhen. Kundennutzenmodelle spielen dabei eine wichtige Rolle.

      • "Belastete Geschäftsmodelle sind meistens nicht genug innoviert"

        Der ehemalige Roland-Berger-Krisenberater Thomas Knecht hat an der Spitze von Hellmann den Turnaround des weltweiten Logistikers geschafft. Branche und Wirtschaft fordert er zu mehr Wachsamkeit auf. Im Interview spricht er über Anpassungsfähigkeit und Insolvenzschutz.

      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Hans-Joachim Böcking
      Goethe-Universität Frankfurt,
      Lehrstuhl für BWL, insbes.
      Wirtschaftsprüfung
      Professor
      Prof. Dr. Peter Oser
      Ernst & Young AG
      Partner, Leiter Grundsatzabteilung Wirtschaftsprüfung, Professional Practice Director
      Prof. Dr. Norbert Pfitzer
      Ernst & Young AG
      Mitglied des Vorstands

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Springer Professional - Die Flatrate für Fachzeitschriften und Bücher
      Einer der wesentlichen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ist der Grundsatz der Einzelbewertung. Dieser findet sich in § 252 Abs. 1 Nr. 3 des Handelsgesetzbuches.
      Carlo Sommerweizen widmet sich in diesem Kapitel ausgewählten Sachverhalten zur Bewertung des Vorratsvermögens und der Forderungen. Er geht bei seiner Recherche auch auf mögliche Bewertungsmethoden wie Verbrauchsfolgeverfahren (LiFo- und …
      Aufbauend auf den Abschnitten 2 – 3 arbeitet Abschnitt 4 die ökonomische Informations- und Legitimationsfunktion von Informationsintermediären als kostengünstige Antwort auf das informationsbedingte Legitimitäts-Gap heraus. Hierbei wird …

      Sachgebiete