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Nachfrageüberschuss

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    beschreibt einen Ungleichgewichtszustand auf einem Markt, bei dem die aggregierte Nachfrage größer als das aggregierte Angebot ausfällt. Bei einem funktionierenden Preismechanismus kann i.d.R. über einen Preissteigerungsprozess das Ungleichgewicht abgebaut oder sogar ganz beseitigt werden, sofern die Nachfrage negativ und das Angebot positiv vom Preis des betreffenden Marktes abhängig ist.

    Ein prominentes Beispiel aus der traditionellen keynesianischen Makroökonomik sind Nachfrageüberschüsse auf dem gesamtwirtschaftlichen Gütermarkt, die durch autonome Nachfragesteigerungen hervorgerufen werden. Bleiben die Preise in der kurzen Frist unverändert, kann durch eine vollkommen elastische Mengenanpassung der Produzenten an die gestiegene Nachfrage das Ungleichgewicht beseitigt und durch die damit verbundene Einkommenswirkung ein Multiplikatorprozess auf dem Gütermarkt erzeugt werden (Einkommen-Ausgaben-Modell, Multiplikator). Finden mittelfristig Preissteigerungen statt, geht im Rahmen makroökonomischer Totalmodelle die aus dem IS-LM-Modell resultierende aggregierte Güternachfrage über den Keynes-Effekt zurück, während sich das bei Vorliegen von Unterbeschäftigung und rigidem Geldlohnsatz preiselastische Güterangebot über die Senkung des Reallohnsatzes und Steigerung der Arbeitsnachfrage erhöht. 

    Vgl. zugehöriger Schwerpunktbeitrag Makroökonomische Totalmodelle geschlossener Volkswirtschaften.

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