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Saysches Theorem

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    von Say aufgestellter Satz der klassischen Lehre, nach dem eine allgemeine Überproduktion in einer Volkswirtschaft unmöglich sei, da jedes Angebot in demselben Umfang kaufkräftige Nachfrage schaffe, die durch Faktoreinkommen und Gewinne dem Wert der erstellten Produkte entspreche. Jede Produktion schaffe sich also ihre eigene Nachfrage. Das Geld sei nur ein Schleier, der den eigentlichen Tatbestand verhülle, dass die Produkte immer nur mit Produkten gekauft werden. Demnach sei nur eine partielle Überproduktion möglich, der eine Unterproduktion an anderer Stelle entspreche. Diese Ungleichgewichtssituation sei aber nur temporär und werde durch den Preismechanismus beseitigt.

    Kritik an Say schon durch Malthus und Sismondi. Das Saysches Theorem gilt nur in einer Naturaltauschwirtschaft. Scharfe Kritik am Sayschen Theorem v.a. von Keynes.
    Das Saysche Theorem gilt aus modelltheoretischer Sicht auch in der neoklassischen Variante des traditionellen makroökonomischen Totalmodells, da bei dann völliger Preis- und Lohnflexibilität die Güterangebotsfunktion vertikal über dem Vollbeschäftigungseinkommen verläuft und sich die Güternachfrage bei preiselastisch verlaufender Nachfragekurve über den Preismechanismus und Keynes-Effekt dem rein angebotsseitig determinierten Vollbeschäftigungseinkommen anpasst.

    Vgl. makroökonomische Totalmodelle geschlossener Volkswirtschaften, Angebotsseite

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Hans-Werner Wohltmann
      Universität Kiel,
      Institut für Volkswirtschaftslehre
      Lehrstuhlinhaber

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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