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quantitative Wirtschaftspolitik

Definition

Spezielle Ausprägung der Wirtschaftspolitik, die der Bestimmung des effizienten Instrumenteneinsatzes zur Erreichung konkreter Ziewerte dient.

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    1. Begriff und Merkmale: Die quantitative Wirtschaftspolitik geht davon aus, dass alle wirtschaftlichen Beziehungen durch ein System von Gleichungen erfasst werden können (Ziel-Mittel-Zusammenhang), deren Variablen operationalisierbar sind (Operationalisierbarkeit). Die endogenen Variablen (Variable, endogene) dieses Systems werden in Zielvariablen (wirtschaftspolitisches Ziel) und irrelevante Variablen, die für das zu lösende Wirtschaftsproblem ohne Bedeutung sind, unterteilt. Die exogenen Variablen (Variable, exogene) werden in Daten, die vom Wirtschaftspolitiker nicht beeinflusst werden können, und Instrumentvariablen (wirtschaftspolitische Mittel) unterteilt.

    2. Fragestellung: Welche Werte müssen die Instrumentvariablen annehmen, damit bestimmte, fest vorgegebene Werte der Zielvariablen realisiert werden können? Das lineare Gleichungssystem wird dazu in mehreren Schritten so umgeformt, dass die Instrumentvariablen als Funktion der Zielvariablen und der Daten erscheinen (Entscheidungsmodell). Durch Einsetzen der Werte der Zielvariablen können die gesuchten Werte der Instrumentvariablen bestimmt werden.

    3. Probleme: Das aufgestellte Zielsystem ist unlösbar, nicht eindeutig lösbar oder es gibt einen unendlich großen Lösungsraum. Unter diesen Umständen kann nicht gesagt werden, ob z.B. die Geldpolitik ein effizientes Mittel zur Erreichung des Ziels der Preisniveaustabilität ist oder nicht.

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