Direkt zum Inhalt

Direktzusage

Definition

Unmittelbare Versorgungszusage, Pensionszusage, Versorgungsversprechen; am weitesten verbreiteter Durchführungsweg der betrieblichen Altersversorgung; bei einer Direktzusage ist der Arbeitgeber unmittelbar verpflichtet, die Versorgungsleistungen zu erbringen, d.h. der Arbeitgeber ist selbst Versorgungsträger. Unverfallbare Anwartschaften sind insolvenzsicherungspflichtig, d.h. der Arbeitgeber hat entsprechend dem Umfang der Versorgungsverpflichtung Umlagebeiträge an den Pensions-Sicherungs-Verein (PSVaG) zu entrichten.

GEPRÜFTES WISSEN
Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    Durchführungsweg der  betrieblichen Altersversorgung (bAV). In § 1 I S. 1 BetrAVG geregelt. Bei der Direktzusage verpflichtet sich der Arbeitgeber gegenüber einem Arbeitnehmer, einer Gruppe von Arbeitnehmern oder der Gesamtheit der Arbeitnehmer im Versorgungsfall die versprochenen Leistungen direkt selbst zu erbringen. Dementsprechend kann die Direktzusage z.B. auf einem Einzelvertrag, einer Betriebsvereinbarung, einem Tarifvertrag, einer Besoldungsordnung oder einer Gesamtzusage (Pensionsordnung) beruhen. Die Mittelansammlung und Finanzierung erfolgt intern durch die handels- und steuerrechtliche Bildung von Pensionsrückstellungen gem. § 249 HGB bzw. § 6a EStG. Der Arbeitgeber ist somit Zusagender und Versorgungsträger in einer Person. Er kann das von ihm übernommene Risiko ganz oder teilweise durch Abschluss einer Rückdeckungsversicherung minimieren.

     

    zuletzt besuchte Definitionen...

      Mindmap Direktzusage Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/direktzusage-28266 node28266 Direktzusage node31353 betriebliche Altersversorgung (bAV) node28266->node31353 node31445 Direktversicherung node31353->node31445 node31155 Defined Benefit node31155->node31353 node52458 Durchführungswege node52458->node31353 node52195 Austausch von Barbezügen ... node52195->node31353 node27325 betriebliche Ruhegeldverpflichtung node27325->node28266 node42322 Ruhegeld node42322->node28266 node42322->node31353 node29654 Altersrente node42322->node29654 node30144 Betriebsrentengesetz (BetrAVG) node42322->node30144 node43897 Pensionsrückstellungen node43897->node28266 node43897->node31353 node28930 computergestützte Lohn- und ... node28930->node43897 node33230 Einmanngesellschaft node33230->node43897 node45190 Rückdeckungsversicherung node45190->node28266 node45190->node31445 node39176 Lebensversicherung node45190->node39176
      Mindmap Direktzusage Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/direktzusage-28266 node28266 Direktzusage node31353 betriebliche Altersversorgung (bAV) node28266->node31353 node27325 betriebliche Ruhegeldverpflichtung node27325->node28266 node42322 Ruhegeld node42322->node28266 node43897 Pensionsrückstellungen node43897->node28266 node45190 Rückdeckungsversicherung node45190->node28266

      News SpringerProfessional.de

      • Exportentwicklung Werkzeugmaschinen

        Ein aktueller Quest Report verbindet Exportmärkte und Durchschnittswerte von Werkzeugmaschinen in Euro und die Wirkung auf die Exporte nach China seit 2008. Steigende Durchschnittswerte von Werkzeugmaschinen gehen demnach mit rückläufigen Exporten nach China einher.

      • Banken genießen großes Vertrauen ihrer Kunden

        72 Prozent der Bankkunden in Deutschland gehen davon aus, dass Kreditinstitute mit ihren persönlichen Daten sorgsam umgehen. Keine andere Branche genießt einer aktuellen Umfrage zufolge höheres Vertrauen.

      • Neue Aufgaben für die Zentrale der Zukunft

        Unternehmen müssen agil und innovativ sein. Das althergebrachte Headquarter, von dem aus alles zentral gesteuert werden soll, scheint dazu nicht passen zu wollen. Muss die Unternehmenszentrale neu erfunden werden? 

      • So geht erfolgreiches Lead Nurturing im B2B-Segment

        Wenn nicht nur Leads, sondern in Folge auch Käufer generiert werden, ist von Lead Nurturing die Rede. Im B2B-Bereich müssen E-Mail-Marketer dafür besonders strategische sowie kontinuierliche Beziehungsarbeit leisten.

      • Globales E-Invoicing ist Herausforderung für Unternehmen

        Unternehmen sind aufgrund staatlicher Vorgaben zunehmend dazu verpflichtet, ihre Rechnungen elektronisch zu erstellen. Doch in jedem Land gelten andere rechtliche Regelungen. Entsprechend komplex gestalten sich die Prozesse. Erster Teil des Gastbeitrags.

      • Auf dem Rechtsweg ins Verderben

        Wer seinen Markt als Eigentum betrachtet und Neueinsteiger juristisch bekämpfen will, kann nur verlieren, meint Springer-Autor und Zukunftsmanager Heino Hilbig. Denn die Klage eines Taxifahrers gegen Moia wird neue Verkehrskonzepte nicht verhindern. 

      • Mit Location Based Marketing auf Neukundenfang

        Deutsche Marketing-Manager sehen in standortbasierter Werbung die Brücke, um Konsumenten online wie offline anzusprechen. Vor allem für die Neukundengewinnung setzen sie auf das Marketinginstrument.

      • Wie der Arbeitsplatz von morgen aussehen wird

        Während der Industrialisierung wanderte die Arbeit aus dem Haushalt in die Fabrik. Heute klopft sie wieder an die Haustür. Die Möglichkeit zu mehr zeitlicher und örtlicher Flexibilität, beispielsweise zur Arbeit im Homeoffice, macht vor keiner Branche mehr halt.

      • Java und JavaScript sind die beliebtesten Programmiersprachen

        Die meisten Softwareingenieure setzen auf Java und JavaScript, wenn es um die Entwicklung von Unternehmensanwendungen geht. Die angeblichen "In"-Programmiersprachen Python & Co. liegen in der Beliebtheitsskala teils weit abgeschlagen hinter den Klassikern.

      • Diese digitalen Marken sind top

        Digitale Dienste dominieren immer stärker die Markenwelt. In den Top 25 der relevantesten Marken Deutschlands machen sich analoge Marken eher rar.

      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Dr. Norbert Dautzenberg
      Jade Hochschule
      Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth/,
      Standort Wilhelmshaven
      Verwalter einer Professur für Betriebswirtschaftliche Steuerlehre
      RA Dr. Joachim Wichert
      aclanz – Partnerschaft von Rechtsanwälten
      Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht
      Prof. Dr. Fred Wagner
      Institut für Versicherungswissenschaften e.V.
      an der Universität Leipzig Vorsitzender des Vorstandes

      Bücher

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Springer Professional - Die Flatrate für Fachzeitschriften und Bücher
      Viele Unternehmen streben in jüngster Zeit eine Ausfinanzierung ihrer bislang nach dem Umlageverfahren finanzierten Direktzusagen an.385 Hierfür besteht eine Vielzahl von Gründen, wovon als wesentliche die Vermeidung eines bilanziellen Ausweises von
      Direktzusagen werden durch die Zusage eines Unternehmens begründet, Versorgungsleistungen zugunsten des Arbeitnehmers im Versorgungsfall unmittelbar aus Unternehmensvermögen zu erbringen. Sie sind im Gegensatz zu Pensionsfonds gesetzlich an keine Lei

      Sachgebiete