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Gründungsbilanz

Definition

Eröffnungs- bzw. Anfangsbilanz, die bei Errichtung eines (der Buchführungspflicht unterliegenden) Betriebes aufzustellen ist (§ 242 HGB).

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    Ausführliche Definition
    Eröffnungs- bzw. Anfangsbilanz, die bei Errichtung eines (der Buchführungspflicht unterliegenden) Betriebes aufzustellen ist (§ 242 HGB).

    1. Inhalt/Gliederung: Die Gründungsbilanz muss über Zusammensetzung und Werte der eingebrachten Vermögensgegenstände und über die Kapitalverhältnisse Aufschluss geben. In der Gründungsbilanz einer AG muss das Grundkapital (Mindesthöhe 50.000 Euro; § 7 AktG), in der Gründungsbilanz einer GmbH das Stammkapital (Mindesthöhe 25.000 Euro; § 5 GmbHG), in der Gründungsbilanz einer Unternehmergesellschaft das Stammkapital (Mindesthöhe 1 Euro; § 5a GmbHG) unter dem Posten „gezeichnetes Kapital” auf der Passivseite ausgewiesen werden. Die ausstehenden Einlagen auf das gezeichnete Kapital sind auf der Aktivseite vor dem Anlagevermögen gesondert auszuweisen; die davon eingeforderten Einlagen sind zu vermerken. Die nicht eingeforderten ausstehenden Einlagen dürfen auch von dem Posten „gezeichnetes Kapital” offen abgesetzt werden; dann ist der verbleibende Betrag als Posten „eingefordertes Kapital” in der Hauptspalte der Passivseite auszuweisen; außerdem ist der eingeforderte, aber noch nicht eingezahlte Betrag unter den Forderungen gesondert auszuweisen (§ 272 HGB).

    2. Bewertung: Die Bewertungsgrundsätze für den Jahresabschluss (v.a. Anschaffungswert-, Realisations- und Imparitätsprinzip) gelten sinngemäß. Für den Jahresabschluss des Kaufmanns ist die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden in §§ 252–256 sowie 240 III und IV HGB geregelt.

    Vgl. auch Jahresabschluss.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Dr. Ann-Kristin Achleitner
      Technische Universität München
      Inhaberin des Lehrstuhls für Entrepreneurial Finance
      Dr. Dr. Jörg Berwanger
      STEAG New Energies GmbH, Saarbrücken
      Commercial Project Manager
      Prof. Dr. Wolfgang Breuer
      RWTH Aachen,
      Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre,
      insb. Betriebliche Finanzwirtschaft
      Professor
      Prof. Dr. Claudia Breuer
      Hochschule der Sparkassen-Finanzgruppe - University of Applied Sciences
      Professorin für Finanzwirtschaft und Nachhaltigkeit
      Prof. Dr. Hans-Joachim Böcking
      Goethe-Universität Frankfurt,
      Lehrstuhl für BWL, insbes.
      Wirtschaftsprüfung
      Professor
      Prof. Dr. Peter Oser
      Ernst & Young AG
      Partner, Leiter Grundsatzabteilung Wirtschaftsprüfung, Professional Practice Director
      Prof. Dr. Norbert Pfitzer
      Ernst & Young AG
      Mitglied des Vorstands

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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      Unter Umwandlung oder Umgründung wird der Wechsel der Rechtsform eines Unternehmens verstanden. Dafür kommen eine Reihe von Gründen als Ursache in Frage: Beschränkung der Haftung Regelung der Erbfolge Verbesserung der Kapitalbeschaffung …
      Die gründungsspezifischen Rechnungslegungsprobleme werden anhand der zum Eintragungstag aufzustellenden Gründungsbilanz untersucht. Da die Gründungsbilanz im wesentlichen der Abschlußbilanz der Vorgesellschaft entspricht, gelten die folgenden …

      Sachgebiete