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Wirtschaftsformation

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Zusammenhang zwischen physiognomischen und funktionalen Faktoren einer Wirtschaftslandschaft. Eine Wirtschaftsformation beschreibt das spezifische räumliche Anordnungsmuster der zu einem Wirtschaftszweig gehörenden Objekte und der raumwirksamen Prozesse zwischen diesen Objekten. Sie stellt den räumlichen Verbund eines charakteristischen Bündels von Wirtschaftstätigkeiten dar, die auf eine dominierende Wirtschaftsaktivität ausgerichtet sind und deren Interaktionen überwiegend auf eine Region als räumlichen Funktionskomplex beschränkt sind. Die Wirtschaftsformation eignet sich bes. zur Darstellung wirtschaftlicher Systeme, die für einen Landschaftsraum strukturbestimmend sind. Dies gilt z.B. für die Plantagenwirtschaft (Plantage), den Bewässerungsfeldbau, Weinanbaugebiete, aber auch die Montanindustrie oder den regionalen, landschaftsbestimmenden Fremdenverkehr (Tourismus). Ursprünglich in der Agrargeografie entwickelt, wurde der Begriff später auch auf die Industriegeografie übertragen, hat aber in der jüngeren, sich von physiognomischen Betrachtungen loslösenden Wirtschaftsgeografie an Bedeutung verloren.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Hans-Dieter Haas
      Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie,
      Ludwig-Maximilians-Universität München
      o. Univ.-Prof. i. R.
      Dr. Simon-Martin Neumair
      Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie
      Ludwig Maximilians-Universität

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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      Sachgebiete