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Auslandsbanken

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Sammelbegriff für Zweigstellen ausländischer Banken in Deutschland und für inländische Kreditinstitute, die sich im Mehrheitsbesitz ausländischer Banken befinden. Auslandsbanken entstehen entweder durch Neugründung oder durch Übernahme eines inländischen Kreditinstituts durch eine ausländische Bank (z.B. Hypovereinsbank/Unicredit).

    Tätigkeiten: Finanzierung und geldliche Abwicklung des Handelsverkehrs mit den betreffenden Ländern, aber auch sonstige Bankgeschäfte.

    Hierzulande organisieren sich die Auslandsbanken im Verband der Auslandsbanken in Deutschland e.V., der die Interessen seiner Mitglieder gegenüber dem nationalen Gesetzgeber, der EU oder supranationalen Institutionen vertritt.

    Die Entstehung von Auslandsbanken ist eng mit der Entwicklung des Welthandels sowie bestimmter Instrumente der Außenhandelsfinanzierung verbunden. Auslandsbanken begleiten oftmals exportorientierte Firmenkunden beim Eintritt in fremde Märkte. Auslandsbanken wurden auch etabliert, um die Geschäftstätigkeit auf den deutschen Finanzmarkt auszudehnen und damit die Begrenztheit des  jeweiligen Heimatmarkts zu überwinden.

    Mit der Liberalisierung des Geld- und Kapitalverkehrs und der Deregulierung nationaler Finanzmärkte entstanden neben den Korrespondenzbanknetzen und Repräsentanzen zahlreiche Auslandszweigstellen, ausländische Tochtergesellschaften sowie Kooperationsmodelle von Auslandsbanken wie auch Joint Ventures.

    Repräsentanzen sind kleine Büroorganisationen unter dem Namen des Mutterunternehmens, die über keine Bankkonzessionen verfügen. Auslandsfilialen sind rechtlich unselbständige Niederlassungen des jeweiligen Mutterinstitutes im Ausland, ohne eigenständige Führungs- und Kontrollorgane, aber mit Bankkonzession.

    Tochtergesellschaften sind rechtlich selbstständige Kreditinstitute, welche zur unabhängigen Tätigung von Bankgeschäften autorisiert sind und ausschließlich den Bankgesetzen des Zielmarktes unterliegen. Bei Joint Ventures gründen die beteiligten Kreditinstitute eine gemeinsame Tochergesellschaft. Gemeinsame Tochtergesellschaften dienten oftmals der Erschließung bislang nicht bearbeiteter oder wenig betreuter Auslandsmärkte.

    Im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise ab 2007 zogen sich einige Auslandsbanken aus Deutschland zurück oder schränkten vorübergehend ihre Geschäftstätigkeit ein.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. habil. Stephan Schöning
      SRH Hochschule Heidelberg Campus Calw
      Professur für Allgemeine BWL und Finanzen

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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