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außergerichtliche Streitbeilegung

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    1. Allgemeines: Neben der herkömmlichen Streitbeilegung vor staatlichen (öffentlichen) Gerichten (ordentliche Gerichtsbarkeit) gibt es fünf alternative Methoden der Streitbeilegung: a) Verhandlung, b) Schiedsgericht, c) Schiedsgutachter, d) Schlichtung, e) Mediation.

    2. Schlichtungsgesetze der Länder: Durch Landesgesetz kann die Zulässigkeit eines Zivilprozesses in bestimmten Angelegenheiten davon abhängig gemacht werden, dass vor einer von der Landesjustizverwaltung eingerichteten oder anerkannten Gütestelle versucht worden ist, die Streitigkeit gütlich zu regeln (§ 15a des Gesetzes betreffend die Einführung der Zivilprozessordnung i.d.F. vom 15.12.1999 (BGBl. I 2400)). Soll der Entlastung der Gerichte erster Instanz dienen und die Streitschlichtung stärker in die gesellschaftlichen Institutionen zurückverlagern.

    Schlichtungsverfahren kann vom Landesgesetzgeber vorgeschrieben werden bei vermögensrechtlichen Streitigkeiten vor dem Amtsgericht bis zu einem Streitwert bis zu 750 Euro, ferner für bestimmte nachbarrechtliche Streitigkeiten und wegen Ehrverletzungen außerhalb des Presse- und Rundfunkbereichs sowie in Streitigkeiten über Ansprüche nach Abschnitt 3 des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes. Ausgenommen vom Erfordernis der außergerichtlichen Streitbeilegung sind Familiensachen, Streitigkeiten in Zwangsvollstreckungssachen und solche Verfahren, bei denen ein Mahnverfahren vorausgegangen ist. 

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Dr. Eggert Winter
      Hessische Staatskanzlei
      Leitender Ministerialrat
      Dr. Carsten Weerth
      Hauptzollamt Bremen
      Lehrbeauftragter an der FOM Hochschule für Oekonomie und Management

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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