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Drei-Säulen-Modell

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    Inhaltsverzeichnis

    1. Altersvorsorge
      1. Begriff
      2. Struktur
      3. Abgrenzung
    2. Versicherungsaufsicht und Solvency II

    Altersvorsorge

    Begriff

    Bezeichnung für das traditionelle Konzept zur Klassifizierung der deutschen Altersvorsorge nach Trägern in drei Kategorien. 

    Struktur

    Als erste Säule fungieren alle Instrumente der staatlichen Altersvorsorge (in Trägerschaft staatlicher Einrichtungen bzw. Körperschaften des öffentlichen Rechts), also vor allem die gesetzliche Rentenversicherung, die Beamtenversorgung und die berufsständischen Versorgungswerke. Die zweite Säule umfasst alle Vorsorgebemühungen im Rahmen der (von den Arbeitgebern getragenen) betrieblichen Altersvorsorge (bAV). Die dritte Säule wird durch sämtliche Formen der privaten, individuellen Altersvorsorge gebildet. Träger sind hier privatwirtschaftliche Anbieter bzw. die Sparer selbst.

    Abgrenzung

    Das Drei-Säulen-Modell ist vom Drei-Schichten-Modell abzugrenzen. 

    Versicherungsaufsicht und Solvency II

    Solvency II verfolgt das Ziel, Rahmenbedingungen zu schaffen, die zu einer eindeutigen Erfassung der Gesamtrisikolage und einer ausreichenden Risikokapitalausstattung im Versicherungsunternehmen führen, zudem ein angemessenes Risikomanagement hervorbringen und Transparenz sowie Marktdisziplin schaffen. Die Architektur des aufsichtsrechtlichen Systems von Solvency II beruht dafür auf drei Säulen. 1. Säule: Regelungen zur Bestimmung der Solvabilitätskapitalanforderung und des tatsächlich verfügbaren Solvabilitätskapitals über ein Standardmodell oder interne Modelle, 2. Säule: Vorschriften für das Risikomanagement des Versicherungsunternehmens sowie zur Festlegung des aufsichtsrechtlichen Überprüfungsprozesses, 3. Säule: Offenlegungsvorschriften zur Förderung der Marktdisziplin der Versicherungsunternehmen. Hierbei ist eine Koordination mit den Offenlegungsvorschriften der Rechnungslegung notwendig.

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      Mindmap Drei-Säulen-Modell Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/drei-saeulen-modell-33392 node33392 Drei-Säulen-Modell node51634 Altersvorsorge node33392->node51634 node52134 Drei-Schichten-Modell node33392->node52134 node29841 Beamtenversorgung node33392->node29841 node40608 nachgelagerte Besteuerung node54276 Gemeinsame-Haus-Modell node54276->node33392 node35808 EAG node54276->node35808 node33606 Europäisches Kartellrecht node33606->node35808 node40682 Maastrichter Vertrag node40682->node33392 node35808->node33392 node35808->node40682 node42303 sektorale Strukturpolitik node33843 EU node42303->node33843 node47067 Zollunion node31062 Ausgleichsabgabe node31062->node33843 node34608 Europäischer Sozialfonds (ESF) node34608->node33843 node33843->node33392 node33843->node47067 node51621 Rürup-Rente node52823 Basisversorgung node45161 Rente node51634->node45161 node44651 Riester-Rente node51634->node44651 node52134->node40608 node52134->node51621 node52134->node52823 node52134->node51634 node28620 Altersversorgung node28620->node29841 node27997 Beihilfe node51495 Hinterbliebenenversorgung node43479 Ruhegehalt node29841->node27997 node29841->node51495 node29841->node43479 node53186 private Vermögensplanung node53186->node51634 node53377 Schrottimmobilien node53377->node51634 node52680 EGKSV node52680->node35808
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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Fred Wagner
      Institut für Versicherungswissenschaften e.V.
      an der Universität Leipzig Vorsitzender des Vorstandes

      Bücher

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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