Direkt zum Inhalt

Institutionelle Perspektive des Personalmanagements

GEPRÜFTES WISSEN
Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    1. Grundlegende Gedanken: Die institutionelle Perspektive des Personalmanagements adressiert die Träger bzw.  die Personenkreise, die in Organisationen mit der Personalarbeit befasst sind. In der Regel sind dies die Geschäftsleitung/das Top-Management, die Führungskräfte im Allgemeinen, die Mitarbeiter der Personalabteilung, der Betriebsrat und betriebliche Stellen mit Sonderfunktionen, wie etwa der Betriebs-/Werksarzt, die Betriebliche Sozialberatung, die Ausbildungsbeauftragten, die betrieblichen Beauftragten im Arbeitsschutz- und Arbeitssicherheitsrecht, oder der Datenschutzbeauftragte. Diese Personenkreise können als direkte Träger der Personalmanagementfunktion in Betrieben bezeichnet werden.

    2. Outsourcing  der Personalarbeit: Mit Blick auf die indirekten Träger der Personalmanagementfunktion ist seit längerem der Trend feststellbar, Teilaktivitäten der betrieblichen Personalarbeit an unternehmensexterne Dienstleister auszulagern. Das Outsourcing  der Personalarbeit erstreckt sich dabei auf Aufgabenfelder wie etwa arbeitsrechtliche Fragestellungen, Payroll, Recruiting, betriebliche Sozial- und Beratungsleistungen für Mitarbeiter und Weiterbildung. Weiterhin  öffnen sich die Organisationen  vermehrt für die Zusammenarbeit mit unternehmensexternen Experten/Beratern, die diese bei der Entwicklung und Implementierung von Personalmanagement-Konzepten, wie etwa Strategische Personalplanung, Talentmanagement oder Exzellenz in der Personalfunktion und generell bei Veränderungs-/Transformationsprozessen begleiten.

    3. Unternehmensexterne Beratungs- und Networking-Angebote: Daneben nutzen Geschäftsführung, Führungskräfte und die Personalabteilung bei konzeptionellen und operativen Fragestellungen zur Personalarbeit auch die unternehmensexternen Beratungs- und Networking-Angebote u.a. von Kammern, Berufs- und Unternehmerverbänden und von Arbeitsgemeinschaften – wie der Arbeitsgemeinschaft Partnerschaft in der Wirtschaft (AGP). Als berufsständische Vereinigungen  der  Personaler sind in diesem Zusammenhang besonders zu erwähnen die Deutsche Gesellschaft für Personalführung (DGFP) e.V.  und der Bundesverband der Personalmanager (BPM). Unternehmensexterne Ansprechpartner der Betriebs-/Personalräte sind u.a. die Gewerkschaften und Betriebs-/Personalratsverbände.

    4. Weitere indirekte Träger: Mit Blick auf die  betrieblichen Sonderfunktionen sind die Krankenkassen, Berufsgenossenschaften, der Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte e.V., oder der Bundesfachverband Betriebliche Sozialarbeit e.V. zu erwähnen. Als weitere indirekte Träger der Personalmanagementfunktion in Organisationen können die Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherungen, die Arbeitsämter und die Bundesagentur für Arbeit und die Aufsichtsbehörden, wie beispielsweise der Zoll, die Landesbeauftragten für Datenschutz und die Gewerbeaufsichten angesehen werden. Über ihre Durchführungsverordnungen, Sanktionsrechte, aber auch über ihre Beratungsangebote nehmen sie Einfluss auf die Ausgestaltung der betrieblichen Personalmanagementfunktion.

    Abb.1: Zentrale Träger der Personalmanagementfunktion

    zuletzt besuchte Definitionen...

      Mindmap Institutionelle Perspektive des Personalmanagements Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/institutionelle-perspektive-des-personalmanagements-54463 node54463 Institutionelle Perspektive des ... node29289 Datenschutzbeauftragter node54463->node29289 node29228 Betriebsrat node54463->node29228 node44033 Personalmanagement node54463->node44033 node44840 Personalabteilung node54463->node44840 node34088 Führungskräfte node54463->node34088 node54219 Datengeheimnis node54219->node44840 node31020 Bundesbeauftragter für den ... node31020->node29289 node28043 Datenschutz node46222 personenbezogene Daten node29289->node28043 node29289->node46222 node30323 Aktienoption node30323->node29228 node30120 Betriebsrisiko node30120->node29228 node38852 Initiativrecht node38852->node29228 node29206 Belegschaft node29228->node29206 node51972 Personalwirtschaft node51972->node44840 node45614 Prozess node42647 Sozialleistungen node44033->node42647 node34568 Human Resource Management node44033->node34568 node37240 Mindestlohn node44033->node37240 node44840->node45614 node54460 Performanz Management node44840->node54460 node41247 Middle Management node40699 Lower Management node35110 Hierarchie node34088->node41247 node34088->node40699 node34088->node54460 node34088->node35110 node33738 Entlohnungspolitik node33738->node44033
      Mindmap Institutionelle Perspektive des Personalmanagements Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/institutionelle-perspektive-des-personalmanagements-54463 node54463 Institutionelle Perspektive des ... node44033 Personalmanagement node54463->node44033 node34088 Führungskräfte node54463->node34088 node44840 Personalabteilung node54463->node44840 node29228 Betriebsrat node54463->node29228 node29289 Datenschutzbeauftragter node54463->node29289

      News SpringerProfessional.de

      • Persönlichkeit und Motivation müssen stimmen

        Beim Besetzen vakanter Stellen achten Vertriebsleiter oft stärker auf die fachliche Qualifikation der Bewerber als auf deren Persönlichkeit und Motivation. Michael Schwartz, Leiter des Instituts für integrale Lebens- und Arbeitspraxis in Esslingen, erläutert, warum diese beiden Faktoren im Vertrieb so wichtig sind.

      • Neue Recruitingstrategien gegen den Fachkräftemangel

        Für den deutschen Mittelstand wird der Fachkräftemangel zum Geschäftsrisiko, zeigen Studien. Und die Situation soll sich noch verschärfen. Höchsten Zeit also, bei der Personalbeschaffung neue Weg zu gehen, so Gastautor Steffen Michel. 

      • Weniger IPO-Prospekt, dafür mehr Anlegerschutz

        Wer sich bislang per Börsengang Geld am Kapitalmarkt besorgen wollte, musste einen aufwendigen Prospekt erstellen. Eine Neuregelung sorgt jetzt bei kleineren IPOs (Initial Public Offering) für Abhilfe. Wie die Voraussetzungen aussehen, erklärt Rechtsanwalt Jörg Baumgartner in seinem Gastbeitrag.

      • Whatsapp startet Business-Offensive

        Im Servicefall können Verbraucher einige Unternehmen bereits über den Messenger-Dienst Whatsapp kontaktieren. Doch was passiert, wenn der Kundenservice Nachrichten initiativ versendet? Ein neues Business-Tool soll genau das ermöglichen.

      • Kundennutzenmodelle im B2B-Vertrieb von E-Marktplätzen

        Elektronische B2C-Marktplätze müssen ihre über Jahre errungene dominante Marktstellung in Gewinne umzumünzen, ohne ihre Marktstellung zu gefährden. Dazu gehört, Preise für langjährige Händler drastisch zu erhöhen. Kundennutzenmodelle spielen dabei eine wichtige Rolle.

      • "Belastete Geschäftsmodelle sind meistens nicht genug innoviert"

        Der ehemalige Roland-Berger-Krisenberater Thomas Knecht hat an der Spitze von Hellmann den Turnaround des weltweiten Logistikers geschafft. Branche und Wirtschaft fordert er zu mehr Wachsamkeit auf. Im Interview spricht er über Anpassungsfähigkeit und Insolvenzschutz.

      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Thomas Bartscher
      Technische Hochschule Deggendorf
      Professor für die Lehrgebiete Human Resources Management, Innovations- und Transformationsmanagement
      Regina Nissen
      IPP-Institut GmbH
      Geschäftsführung

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Springer Professional - Die Flatrate für Fachzeitschriften und Bücher
      Das Schlusskapitel beinhaltet Gestaltungsempfehlungen einerseits und einen kritischen Rück- sowie anregenden Ausblick andererseits.
      Dass gesunde Mitarbeitende die Leistungskraft eines Unternehmens erhöhen, ist vielzitiert (vgl. u. a. Badura 2000: 22; Brandenburg/Marschall 2000: 254; Chu et al. 2000: 155; Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2001: 5; …
      Ziel des folgenden Kapitels ist es, die wichtigsten Institutionen sowie Akteure, deren Funktionslogiken, Machtpotentiale und Konstellationen anhand des aktuellen Forschungsstandes der deutschen Länderforschung zu bestimmen. Eine …

      Sachgebiete