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Lohntheorien

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    1. Begriff: Theorien über Höhe, Bestimmungsgründe und Entwicklung des Lohnes.

    2. Formen: a) Klassische Lohntheorie (Smith, Ricardo): Im Mittelpunkt steht der langfristige natürliche Lohn. Dieser wird im Wesentlichen vom Subsitenzniveau bestimmt, das nicht nur biologisch, sondern auch sozial determiniert und damit historisch veränderlich ist. Die Eigenschaft der Löhne, in Richtung des Subsistenzniveaus zu tendieren, wurde über ein starkes Bevölkerungswachstum (Thomas Malthus) begründet, das einsetzt, sobald sich die soziale Lage der Arbeiter deutlich verbessert. Dadurch wird der Lohn wieder auf sein früheres Niveau reduziert. Der kurzfristige Marktlohn ergibt sich aus Arbeitsangebot und -nachfrage und pendelt teilweise erratisch um den natürlichen Lohn (Subsistenzmittelfondstheorie des Lohnes).

    b) Marxsche Lohntheorie: Marx sah einen anderen Grund für die Tendenz der Löhne, langfristig auf dem Subsitenzniveau zu verharren: Die Kapitalakkumulation und der arbeitsparende Charakter des technischen Fortschritts lassen eine industrielle Reservearmee entstehen, die bewirkt, dass die Löhne das Subsitenzniveau langfristig nicht verlassen können.
    c) Lohnfondstheorien.
    d) Kollektive Verhandlungstheorien des Lohnes: Durch Berücksichtigung der institutionellen Gegebenheiten auf dem Arbeitsmarkt sollen die Erwartungen und Handlungsweisen der Tarifpartner in den Katalog der Bestimmungsfaktoren des Lohnes einbezogen werden.
    e) Grenzproduktivitätstheorie (Grenzproduktivitätstheorie der Verteilung).

    f) Machttheorie.

    Für einen Überblick der Lohntheorien in den ökonomischen Denkschulen vgl. Verteilungstheorie.

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