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Wettbewerbsfunktionen

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Aufgaben bzw. Ziele, die der Wettbewerb erfüllen soll. Die Funktionen bzw. Ziele des Wettbewerbs lassen sich wie folgt systematisieren:
    (1) Verteilungsfunktion im Sinne einer funktionellen Einkommensverteilung nach der Marktleistung (Prinzip der Leistungsfähigkeit).

    Anders: Prinzip der Bedarfsgerechtigkeit bzw. der Gleichheit;
    (2) Konsumentensouveränität im Sinne einer Steuerung der Zusammensetzung des Warenangebots gemäß den Käuferpräferenzen (Anpassungsfunktion);
    (3) optimale Faktorallokation im Sinne einer Lenkung der Produktionsfaktoren in ihre produktivsten Einsatzmöglichkeiten, wodurch bei gegebener Technik die Gesamtkosten gegebener Produktionsvolumina gesenkt bzw. der Output bei gegebenen Faktoreinsatzmengen gesteigert werden (Allokationsfunktion);
    (4) Anpassungsflexibilität im Sinne einer laufenden flexiblen Anpassung von Produkten und Produktionskapazitäten an sich ständig ändernde Daten (z.B. Nachfragestruktur oder Produktionstechnik);
    (5) Förderung des technischen Fortschritts in Form neuer Produkte oder Produktionsmethoden (Fortschritts- und Entwicklungsfunktion);
    (6) Gewährleistung der wirtschaftlichen Handlungs- und Entschließungsfreiheit (Kontrolle wirtschaftlicher Macht als außerökonomische bzw. metaökonomische Wettbewerbsfunktion; Freiheitsfunktion);
    (7) Eliminierung Leistungsschwacher aus dem Markt im Sinne der Auslese- bzw. Selektionsfunktion (Sozialdarwinismus).

    Vgl. auch Wettbewerbstheorie.

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      Mindmap Wettbewerbsfunktionen Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/wettbewerbsfunktionen-50293 node50293 Wettbewerbsfunktionen node42290 Sozialdarwinismus node50293->node42290 node46002 optimale Faktorallokation node50293->node46002 node30339 Allokationsfunktion des Preises node50293->node30339 node38460 Konsumentensouveränität node50293->node38460 node48719 Wettbewerb node50293->node48719 node35382 Grenzleistungsfähigkeit des Kapitals node50293->node35382 node47894 vollkommene Konkurrenz node48782 Survival of the ... node48782->node42290 node38941 Leistungsgesellschaft node38941->node42290 node46002->node30339 node30607 Allokation node30339->node30607 node41058 marktbeherrschendes Unternehmen node38460->node47894 node38460->node41058 node27940 Aktionsparameter node48719->node27940 node49032 Wachstumstheorie node41037 makroökonomische Totalmodelle geschlossener ... node38805 IS-LM-Modell node39806 Kapitalwert node35382->node49032 node35382->node41037 node35382->node38805 node35382->node39806 node51772 selektives Kontrahieren node51772->node48719 node52357 ökologische Konkurrenzanalyse node52357->node48719 node40867 Marktverhalten node40867->node48719 node49210 wettbewerbspolitische Leitbilder node49210->node42290
      Mindmap Wettbewerbsfunktionen Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/wettbewerbsfunktionen-50293 node50293 Wettbewerbsfunktionen node48719 Wettbewerb node50293->node48719 node35382 Grenzleistungsfähigkeit des Kapitals node50293->node35382 node38460 Konsumentensouveränität node50293->node38460 node30339 Allokationsfunktion des Preises node50293->node30339 node42290 Sozialdarwinismus node50293->node42290

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Dr. Ingo Mecke
      Bundeskartellamt,
      Federal Cartel Office
      Berichterstatter der 10. Beschlussabteilung

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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      Wenn, wie Arndt in Übereinstimmung mit der herrschenden Wettbewerbstheorie herausstellte, die Freiheit der wirtschaftlichen Handlungsträger in einem Umfeld wirksam wird, das diesen gleiche Chancen einräumt, dann beobachten wir dynamischen …
      Ordnen Sie die unten aufgeführten Beispiele den jeweiligen Wettbewerbsfunktionen zu.
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