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Anmeldung

Definition

1. Öffentliche Register: im HGB mehrfach ausdrücklich vorgeschrieben (z.B. Firma, Prokura etc.).

2. Im Insolvenzverfahren: Die Insolvenzforderungen sind beim Insolvenzgericht anzumelden. Nur vom Gläubiger (oder seinem Vertreter) angemeldete Forderungen werden in die Insolvenztabelle aufgenommen.

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Inhaltsverzeichnis

    1. Öffentliche Register
    2. Im Insolvenzverfahren
    3. Straßenverkehrsrecht
    4. Steuerrecht
    5. Gewerbeordnung

    Öffentliche Register

    1. Handelsregister: u.a. im HGB mehrfach ausdrücklich vorgeschrieben (z.B. Firma, Prokura etc.).

    a) Form: Nach § 12 HGB sind Anmeldungen zur Eintragung ins Handelsregister elektronisch in öffentlich beglaubigter Form einzureichen. Der gesetzliche Vertreter kann ohne bes. Vollmacht kraft der ihm vom Gesetz verliehenen Vertretungsmacht die Anmeldung vornehmen. Was anmeldepflichtig ist, schreibt das HGB genau vor; ebenso wer anmeldepflichtig ist (z.B. §§ 25 II, 29, 31, 53, 108, 143, 148 HGB).

    b) Anmeldezwang: Die Anmeldung kann vom Registergericht durch Zwangsgeld erzwungen werden (§ 14 HGB, §§ 388 ff. FamFG).

    c) Ersatz der Anmeldung eines Beteiligten ist möglich durch Vorlage der vollstreckbaren Entscheidung eines Gerichts, die die Pflicht zur Anmeldung feststellt (§ 16 I HGB).

    2. Andere Register: Genossenschaftsregister, Grundbuch, Güterrechtsregister, Schiffsregister, Vereinsregister, Unternehmensregister, Zentrales Testamentsregister, Zentrales Vorsorgeregister.

    Im Insolvenzverfahren

    Die Insolvenzforderungen sind beim Insolvenzverwalter anzumelden (§ 174 InsO). Dies kann auch elektronisch erfolgen (§ 174 IV InsO). Nur vom Gläubiger (oder seinem Vertreter) angemeldete Forderungen werden in die Insolvenztabelle aufgenommen. Aufstellungen des Schuldners werden nicht berücksichtigt. Anzugeben sind Betrag, Grund der Forderung und beanspruchtes Vorrecht. Das Insolvenzgericht bestimmt im Eröffnungsbeschluss eine Anmeldefrist, die aber keine Ausschlussfrist ist. Für die Nachzügler ist ein bes. Prüfungstermin auf deren Kosten anzuberaumen (§ 177 InsO). Versäumt der Gläubiger die rechtzeitige Anmeldung, verliert er seine Rechte nicht und kann nach Aufhebung des Insolvenzverfahrens Befriedigung suchen, jedoch keine Berücksichtigung bei Verteilung.

    Straßenverkehrsrecht

    Zulassung von Kraftfahrzeugen.

    Steuerrecht

    Steueranmeldung, Meldepflicht, Anzeigepflicht, Betriebseröffnung.

    Gewerbeordnung

    Gewerbeanmeldung, Gewerbeerlaubnis.

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      Dr. Dr. Jörg Berwanger
      STEAG New Energies GmbH, Saarbrücken
      Commercial Project Manager
      Jan-Hendrik Krumme
      Sekretariat der Kultusministerkonferenz
      Referatsleiter Personalwesen, Organisation, Rechts- und Grundsatzangelegenheiten
      Prof. Michael Bartsch
      Steuerberater Prof. Michael Bartsch
      Diplom-Finanzwirt
      Dr. Eggert Winter
      Hessische Staatskanzlei
      Leitender Ministerialrat

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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