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Bedarfsprognose

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Verfahren, mit dem im Rahmen der verbrauchsorientierten Bedarfsermittlung aus den Bedarfswerten der Vergangenheit auf die künftigen Bedarfe geschlossen wird. Dabei werden zunächst die Vergangenheitsbedarfe (Zeitreihe) auf ihre beeinflussenden Komponenten analysiert (Zeitreihenanalyse). Folgende Komponenten werden unterschieden: Der Grundbedarf (langfristig konstant), die Trendkomponente (langfristige Entwicklung des Bedarfes), die Saisonkomponente (periodische Schwankungen um den Trend) sowie die Zufallskomponente (einmalige, zufällig verteilte Einflüsse). Daneben werden teilweise noch Strukturbrüche (nachhaltige Änderungen der langfristigen Bedarfsentwicklung) unterschieden. Drei charakteristische Bedarfsverläufe (Nachfragemodelle) sind zu unterscheiden: Der konstante Bedarfsverlauf, der trendförmige Bedarfsverlauf und der saisonal schwankende Bedarfsverlauf. Unterstellt wird ein Zusammenhang zwischen dem Verbrauch in der Vergangenheit und dem zukünftigen Bedarf. Entsprechend dem vorliegenden Nachfragemodell werden dann anhand mathematisch-statistischer Verfahren die künftigen Bedarfe extrapoliert. Dabei sind für konstante Bedarfsverläufe folgende Vorhersagemethoden vorteilhaft: arithmetisches Mittel, gleitender Durchschnitt und exponentielle Glättung (exponentielles Glätten) erster Ordnung. Bei trendförmigem Bedarfsverlauf sind die Verfahren der linearen Regression (Regression, lineare) und der exponenziellen Glättung erster und zweiter Ordnung anwendbar und bei saisonal schwankendem Bedarfsverlauf die multiplikative Verknüpfung und die Bildung von Saisonindizes. Um kurzfristige Einflüsse zu erkennen, werden ergänzend die Social-Media-Aktivitäten in den Zielmärkten kontinuierlich beobachtet.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Winfried Krieger
      Prof. Krieger Consulting GmbH
      Gründer und Geschäftsführer

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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      Die Teilnehmer am Wirtschaftsprozeß entscheiden weitgehend frei über ihre Beschaffungs- und Produktionsmengen und nutzen ihre Zeit, wie es ihnen paßt. Käufer, Verbraucher und andere Abnehmer von Produkten und Leistungen, erteilen ihre Aufträge …
      Die Teilnehmer am Wirtschaftsprozeß entscheiden weitgehend frei über ihre Beschaffungs- und Produktionsmengen und nutzen ihre Zeit, wie es ihnen paßt. Unternehmen, Verbraucher und andere Abnehmer von Produkten und Leistungen erteilen ihre Aufträge …
      Die Absatzplanung legt fest, in welchen Perioden welche Mengen der einzelnen Erzeugnisse des vorgegebenen Sortiments verkauft werden können bzw. sollen und daher lieferbar sein müssen.

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