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Chipkarte

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Die Chipkarte ist eine spezielle Plastikkarte in die ein Chip integriert ist, der unterschiedliche Funktionen übernehmen kann. Bei reinen Speicherkarten fungiert der Chip lediglich als Speicher, der beschrieben und ausgelesen wird, so z.B. bei Telefonkarten oder Zugangskarten.

    Demgegenüber kann der Chip auf Prozessorkarten selbstständig Daten verarbeiten und verwalten, sodass es möglich ist, Programme auf dem Chip selbst ausführen zu lassen. Diese Karten erlauben das Auslesen der auf dem Chip gespeicherten Daten zumeist nicht direkt, sondern nur über auf dem Prozessor des Chips laufende kryptographische Verfahren. Somit ist die Prozessorkarte vor dem unberechtigten Zugriff auf die gespeicherten Daten relativ geschützt. Diese Technologie findet z.B. seit den 1980er-Jahren bei Zahlungskarten Verwendung, da die Chips einen höheren Sicherheitsstandard bieten können als reine Magnetstreifenkarten, häufig werden auch Hybridkarten mit beiden Technologien ausgegeben. Bedeutende Anwendungsfelder von Chipkarten mit integriertem Prozessor sind daneben auch Ausweisdokumente, wie z.B. der neue Personalausweis in Deutschland, und SIM-Karten in Mobiltelefonen oder auch kontaktlose Zahlungskarten.

    Anders: Magnetstreifenkarte. Insbesondere im Euroraum werden Zahlungskarten grundsätzlich mit einem Chip ausgestattet. Der Magnetstreifen dient nunmehr v.a. als Fallback-Lösung oder wird bspw. noch an Kontoauszugsdruckern genutzt. So erfolgen Zahlungen mit der in Deutschland am weitesten verbreiteten Debitkarte, der girocard, innerhalb der SEPA allein über den Chip. Außerhalb Europas kann ggf. noch der ebenfalls aufgebrachte Magnetstreifen zum Einsatz kommen.

    Anwendung: derzeit v.a. im bargeldlosen Zahlungsverkehr z.B. zur Kontrolle der Zugriffsberechtigung und Autorisierung von Zahlungen oder als Geldkarte sowie als Karte mit Zusatzfunktionalitäten (z.B. elektronischer Fahrschein, elektronische Signatur, Jugendschutzmerkmal).

    Vgl. auch Debitkarte, Electronic Cash, girocard.

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      Mindmap Chipkarte Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/chipkarte-27504 node27504 Chipkarte node50036 Zahlungskarte node27504->node50036 node34967 E-Geld node27504->node34967 node33858 Geldkarte node27504->node33858 node28136 bargeldloser Zahlungsverkehr node27504->node28136 node27100 Chip node27504->node27100 node27318 Debitkarte node27504->node27318 node33673 electronic cash-System node27504->node33673 node51292 Girocard node27504->node51292 node47120 Verrechnungsscheck node39211 Kreditkarte node39211->node27318 node34967->node33858 node53673 Girogo (kontaktlose Geldkarte) node33858->node53673 node48297 unbarer Zahlungsverkehr node48297->node28136 node53505 stationärer Bankvertrieb node53505->node28136 node32558 Girogeschäft node32558->node28136 node28136->node47120 node46897 PIN node27318->node50036 node27318->node33858 node51292->node46897 node51292->node27318 node51292->node33673 node54032 Industrie 4.0 node54032->node27100 node38800 Mikroprozessor node38800->node27100 node34809 IC node34809->node27100 node38581 Kartenzahlung node38581->node27318
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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Jochen Metzger
      Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main
      Bundesbankdirektor, Leiter des Zentralbereichs Zahlungsverkehr und Abwicklungssysteme
      Prof. Dr. Richard Lackes
      Technische Universität Dortmund,
      LS für Wirtschaftsinformatik
      Universitätsprofessor
      Dr. Markus Siepermann
      Technische Universität Dortmund,
      LS für Wirtschaftsinformatik
      Wissenschaftlicher Mitarbeiter

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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