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Finalprinzip

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Inhaltsverzeichnis

    1. Kostenrechnung
    2. Sozialpolitik

    Kostenrechnung

    Variante des (Kosten-)Verursachungsprinzips, das alle jene Kosten einer Leistung zuordnet, die um dieser Leistung willen bewusst in Kauf genommen worden sind. Das Finalprinzip verrechnet damit auf Kostenträger neben variablen Kosten auch anteilige fixe Kosten. Für Systeme entscheidungsorientierter Kostenrechnung ist das Finalprinzip deshalb nicht verwendbar.

    Sozialpolitik

    Prinzip zur Grundlegung und Ausgestaltung sozialpolitischer Maßnahmen. Das Finalprinzip richtet Maßnahmen auf die Herstellung eines erwünschten Endzustandes aus (z.B. eigenständige soziale Sicherung auch der nicht erwerbstätigen Frau).

    Gegensatz: Kausalprinzip.

    Zwischen beiden Prinzipien bestehen Rivalitätsbeziehungen.

    Bedeutung: Nach Errichtung und Ausbau der gesetzlichen Sozialversicherungen, die sich stark am Kausalprinzip orientieren (Erwerbsstatus, Eintritt eines Versicherungsfalls), geht der Trend bei der Weiterentwicklung des sozialen Sicherungssystems in Richtung des „vorwärts” gewandten Finalprinzips, u.a. deshalb, weil die hohe Komplexität der sozialen Wirklichkeit nicht alle möglichen Ursachen sichtbar werden lässt, an die dann Sicherungsmaßnahmen anzuknüpfen hätten. Mit der Betonung des Aspekts der Finalität will die Sozialpolitik v.a. dazu beitragen, dass keine unerwünschten Lücken im Sicherungsnetz verbleiben.

    Vgl. auch Sozialpolitik, Gestaltungsprinzipien.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Weber
      WHU – Otto Beisheim School of Management, Institut für Management und Controlling (IMC)
      Direktor
      Prof. Dr. Martin Werding
      Ruhr-Universität Bochum,Lehrstuhl für Sozialpolitik und öffentliche Finanzen, Fakultät für Sozialwissenschaft

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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