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GATS

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Abk. für General Agreement on Trade in Services, Allgemeines Abkommen für den Dienstleistungshandel; als Abschluss der Uruguay-Runde am 15.4.1994 in Marrakesch (Marokko) geschlossen. Die jüngere Schwester des GATT reguliert den internationalen Handel mit Dienstleistungen. Ursprünglich sollten sie schon im Rahmen der ITO liberalisiert werden; auch eine Integration in das GATT scheiterte, sodass die Dienstleistungen in der Uruguay-Runde einen Sonderstatus erhielten. Seit Anfang 2000 gibt es Neuverhandlungen im Rahmen des WTO zu den GATS, welche vorsehen dass alle WTO-Mitglieder Marktöffnungsangebote gegenüber Drittstaaten vorlegen.

    GATS besteht aus drei unterschiedlichen Vertragsteilen, dem Rahmenabkommen, den Anhängen und den nationalen Zugeständnissen. Das Rahmenabkommen nennt die Grundprinzipien Meistbegünstigungsklausel (Meistbegünstigung), Transparenz, Liberalisierung, Inländerbehandlung. Das letzte Prinzip deutet an, dass der Dienstleistungssektor nicht vollständig liberalisiert werden muss, aber ausländische Dienstleister dürfen gegenüber Einheimischen nicht benachteiligt werden. Die Anhänge legen die unterschiedlichen Liberalisierungsgrade einzelner Dienstleistungssektoren fest. Vier Anhänge regeln Finanzdienstleistungen, Telekommunikation, Luftverkehr und die Bewegungsfreiheit natürlicher Personen, sodass Individuen vorübergehend ein Dienstleistungstransfer gestattet werden soll. Bei den nationalen Zugeständnissen geben die Vertragsparteien an, welche Sektoren sie liberalisieren und welche vorerst von Liberalisierungsmaßnahmen ausgenommen werden. GATS ist einer der zentralen Pfeiler der World Trade Organization (WTO).

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      Mindmap GATS Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/gats-36439 node36439 GATS node38285 Liberalisierung node36439->node38285 node39392 Meistbegünstigung node36439->node39392 node50329 Uruguay-Runde node36439->node50329 node38087 ITO node36439->node38087 node41302 multilaterale Liberalisierung node36439->node41302 node38922 Integration node43005 OECD node37062 nicht tarifäre Handelshemmnisse node31660 Außenhandel node38285->node43005 node38285->node37062 node38285->node31660 node33953 Freihandel node38285->node33953 node44887 Präferenzabkommen node44887->node39392 node50220 Zolltarif node50220->node39392 node29472 Diskriminierung node29472->node39392 node46987 World Trade Organization ... node39392->node46987 node47960 UN node50329->node46987 node42159 Protektionismus node50329->node42159 node35544 GATT node50329->node35544 node38087->node38922 node38087->node47960 node38087->node50329 node38087->node35544 node42300 Präferenzzoll node42300->node35544 node41302->node35544 node47891 Vorzugszoll node47891->node35544 node46987->node36439 node35544->node36439 node35544->node46987
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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Martin Klein
      Martin-​Luther-​Universität Halle-​Wittenberg,
      Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät,
      Lehrstuhl für Internationale Wirtschaftsbeziehungen

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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