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Vermeidungskostenansatz

Definition

Methode der ökonomischen Bewertung von Umweltschäden, welche die von Indiviuden ergriffenen Vermeidungsmaßnahmen quantifiziert.

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Umweltqualitätsverschlechterungen lösen bei den betroffenen Individuen Anpassungsreaktionen aus. Mit diesen versuchen sie, den Schaden zu senken oder zu vermeiden. Die hierfür aufgewendeten Kosten liefern Anhaltspunkte für den (negativen) Wert, den die Umweltqualitätsverschlechterung aus der Sicht der Betroffenen hat. Der Vermeidungskostenansatz ist irreführend, wenn Vermeidungskostenbeträge ohne Rücksicht darauf, ob die Betroffenen bereit wären, diese zu zahlen, angesetzt werden. Die Verwendung derartiger hypothetischer Beträge steht im Widerspruch zum Prinzip des methodologischen Individualismus und entbehrt daher der wirtschaftstheoretischen Grundlage.

    Vgl. auch Verursacherprinzip.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Eberhard Feess
      Frankfurt School of Finance and Management
      Professor für Volkswirtschaftslehre

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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