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Dynamische makroökonomische Systeme

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Es handelt sich hierbei um Modelle aus dem Gebiet der dynamischen Makroökonomik. Zu den bekanntesten dynamischen System der jüngeren, weitgehend mikrofundierten Makroökonomik zählen DSGE-Modelle und neukeynesianische dynamische Modelle (Neukeynesianische Makroökonomik, dynamisches Grundmodell). Ihre Dynamik wird durch Zustandsgleichungen in diskreter Zeit beschrieben. Im Unterschied zu älteren dynamischen Makromodellen (wie Multiplikator-Akzelerator-Modelle) weisen die mikrofundierten dynamischen Systeme vorausschauende Variablen wie Output, Konsum und Inflation auf, die nicht vorherbestimmt sind und sprunghaft auf Schocks reagieren (vgl. Euler-Gleichung des Konsums). Für sattelpunktstabile dynamische Systeme (Sattelpunktstabilität) ergeben sich eindeutige konvergente Anpassungsprozesse (Impuls-Antwort-Folgen) als Folge temporärer Schocks (wie z.B. Kostenschocks), die einem autoregressiven Prozess erster Ordnung folgen (vgl. Neukeynesianische Makroökonomik, dynamisches Grundmodell). Bei unilateralen Schocks treten bei rein vorausschauenden dynamischen Systemen nach den Anfangssprüngen nur monotone Anpassungsprozesse in Form einer extrinsischen Dynamik auf, während hybride Systeme auch durch eine intrinsische Dynamik gekennzeichnet sind. Weiterentwicklungen der DSGE-Modelle in Richtung einer agentenbasierten Makroökonomik (Agent-based Computational Economics) weisen ebenfalls eine endogene Dynamik auf, die aus den Interaktionen begrenzt-rationaler heterogener Agenten resultiert.

    Vgl. zugehöriger Schwerpunktbeitrag Neukeynesianische Makroökonomik.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Hans-Werner Wohltmann
      Universität Kiel,
      Institut für Volkswirtschaftslehre
      Lehrstuhlinhaber

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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