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Produkttest

GEPRÜFTES WISSEN
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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    1. Begriff: Methode zur Ermittlung der optimalen Produktgestaltung.

    2. Merkmale: Einer Reihe von Testpersonen wird ein Produkt zur Verfügung gestellt. Nach Ge- oder Verbrauch des Produktes werden die Probanden dann nach ihren Eindrücken befragt. Testobjekt können dabei neue oder bereits existierende Produkte sein. Es können entweder der Gesamteindruck des Produkts (Volltest) oder einzelne Faktoren des Produkts (Partialtest), z.B. Verpackung (Verpackungstest), Geruch (Geruchstest), Geschmack (Geschmackstest), Preis (Preistest), Namen (Namenstest) etc., in ihrer Beurteilung durch die Auskunftspersonen geprüft werden.

    3. Zweck: Es sollen die Produktwirkungen geprüft werden. Wirkungen sollen beim Verwender, Händler, Hersteller und bei Lagerung sowie Transport im Hinblick auf die gesetzten Ziele ermittelt werden. Verbreitet ist der Verwenderprodukttest. Der Warentest konzentriert sich auf die objektive Prüfung der Sachleistungstauglichkeit durch Nutzung technischer Hilfsmittel. Für die Prognose des Markterfolges ist die subjektive Wirkung beim Käufer (Verwender) wichtiger. Für die Kundenbindung entscheidend ist die subjektive Prüfung der Anmutungswirkungen, deshalb dominieren hier sozialwissenschaftliche Methoden.

    Man unterscheidet den Ex-Ante- und Ex-Post-Test. Für ein Unternehmen ist der Ex-Ante-Test vor der Produkteinführung bez. der Erfolgsprognose bedeutsam. In ersten Phasen der Anwendung mit einzelnen Verbrauchern können die Testphasen weiterhin in Beta-Tests und Insiderprogramme unterteilt werden. Betatests dienen der aktiven Fehlersuche im Angebot mit einzelnen Kunden, Insiderprogramme verteilen das fertige Produkt bereits an eine breitere Kundenbasis, die als Early Adopter allerdings noch Fehlerresistenter sind. Unternehmen können ihr Angebot so bereits auf einer breiten Basis testen. Weiter unterscheidet man monadische Tests (nur ein Produkt wird getestet) und Vergleichstests (mehrere Produkte werden miteinander verglichen) sowie Studiotests (v.a. für Nahrungsmittel und Getränke) und Inhome-Tests (v.a. für Körperpflege und Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel), wobei bei letzteren v.a. sog. Produkttestpanels zum Einsatz kommen. Dies sind oft große Stichproben, von denen 300 bis 1.000 Personen der Zielgruppe ausgewählt werden, denen das zu prüfende Produkt zugesandt wird.

    Wichtige Methoden: Akzeptanztest, Blindtest, Beta-Test.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Klaus Wübbenhorst
      GfK SE
      Vorsitzender des Vorstands
      Prof. Dr. Daniel Markgraf
      AKAD Hochschule Stuttgart
      Professur für Marketing, Innovations- und Gründungsmanagement

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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