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Schenkung

Definition

Unentgeltliche vertragliche Vermögenszuwendung.

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Inhaltsverzeichnis

    1. Begriff
    2. Steuerliche Behandlung

    Begriff

    unentgeltliche vertragliche Vermögenszuwendung (§§ 516–534 BGB).

    Zu unterscheiden: 1. Die sog. Handschenkung, die sofort (z.B. durch Übereignung der verschenkten Sache) erfüllt wird, ist formfrei.

    2. Wird eine (künftige) Leistung schenkweise versprochen, ist der Vertrag nur gültig, wenn die Erklärung des Schenkers (Schenkungsversprechen) in Form der öffentlichen Beurkundung vorgenommen ist.

    Im BGB Einzelheiten u.a. über Haftung des Schenkers, Auflagen, Rückforderungsrecht wegen Bedürftigkeit und Widerruf wegen groben Undanks.

    Steuerliche Behandlung

    1. Einkommen- und Körperschaftsteuer: Eine Schenkung unterliegt als einmaliger Vermögensanfall nicht der Einkommen- und Körperschaftsteuer.

    2. Erbschaftsteuer: im Rahmen der für die Erbschaftsbesteuerung maßgebenden Vorschriften sind Schenkungen erbschaftsteuerpflichtig (§ 1 I Nr. 2, § 7 ErbStG).

    3. Umsatzsteuer: Schenkung unterliegt wegen fehlendem Entgelt grundsätzlich nicht der Umsatzsteuer, wenn es sich nicht um einen Fall von steuerbaren unentgeltlichen Wertabgaben handelt.

    4. Betriebliche Aufwendungen für Geschenke an (natürliche oder juristische) Personen, die nicht Arbeitnehmer des Steuerpflichtigen sind, sind als Betriebsausgaben nur abzugsfähig, wenn:
    (1) die Anschaffungs-/Herstellungskosten bei dem Empfänger jeweils die Freigrenze von 35 Euro im Wirtschaftsjahr nicht übersteigen und
    (2) die Aufwendungen für Geschenke einzeln und getrennt von den anderen Betriebsausgaben aufgezeichnet werden (§ 4 V 1 Nr. 1 und VII EStG).

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Dr. Norbert Dautzenberg
      Jade Hochschule
      Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth/,
      Standort Wilhelmshaven
      Verwalter einer Professur für Betriebswirtschaftliche Steuerlehre
      StB Birgitta Dennerlein
      selbständig
      Diplom-Betriebswirtin (BA), Steuerberaterin

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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      Während der Kaufvertrag und der Tausch die entgeltliche Verschaffung von Gegenständen betreffen, ist die Schenkung auf die unentgeltliche Übertragung von Vermögenswerten gerichtet und in den §§ 516 bis 534 BGB ausgestaltet.
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      Auch für Erbschafts- und Schenkungssteuer sind Besonderheiten bezüglich der Kryptowährungen zu beachten.

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