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Thünen

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition im Online-Lexikon

    Johann Heinrich von, 1783–1850, deutscher Nationalökonom und Landwirt. Thünen gehört zu den großen Ökonomen des Faches. Sein Hauptwerk „Der isolierte Staat in Beziehung auf Landwirtschaft und Nationalökonomie“ (1. Band: 1826, 2. Band: 1842, 3. Band: 1863) enthält bes. eine Standortlehre, eine Theorie des verkehrswirtschaftlichen Standortes landwirtschaftlicher Betriebe sowie der Abhängigkeit der landwirtschaftlichen Betriebssysteme (Anbauweise, Viehhaltung und deren Auswirkung auf die Arbeitsverfassung) von der räumlichen Entfernung der Produktionsstätte zum Markt. Dazu entwickelte er die sog. „Thünensche Kreise“, Ringe abnehmender Intensität der landwirtschaftlichen Produktion mit zunehmender Entfernung vom Markt, unter der Voraussetzung einer um den Markt sich geometrisch ausbreitenden ebenen Fläche „auf einem durchaus gleichen Boden, der überall kulturfähig ist“. In großer Entfernung von einer Stadt gehe die Ebene in eine unkultivierte Wildnis über, wodurch diese Region von der übrigen Welt gänzlich getrennt werde. Aus dieser Standorttheorie folgt eine Analyse der Lagerente und die Grundlegung der Grenzproduktivitätstheorie. Seine Lohntheorie ficht das eherne Lohngesetz Ricardos an und bietet eine Formel für den naturgemäßen und zugleich gerechten Arbeitslohn. Naturgemäß könne ein Lohn nur sein, bei dem die Lohnarbeit, die Gebrauchsgüter herstellt, ebenso hoch bezahlt werde wie jene, die Kapitalgüter produziere. Der Arbeitslohn müsste wertgleich sein mit dem Erzeugnis des letzten noch eingesetzten Arbeiters.

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