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Betriebsklima

Definition

Sammelbegriff für das subjektive Erleben eines Betriebes durch seine Mitarbeiter mit Vorgängen der zwischenmenschlichen Interaktion und Kommunikation als Schwerpunkt.

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    engl. working atmosphere; Sammelbegriff der sich zunächst im Gefolge der Human-Relations-Bewegung entwickelt hat. Im Vordergrund steht daher zunächst das subjektive Erleben (Attribution) eines Betriebes durch seine Mitarbeiter bei Vorgängen der zwischenmenschlichen Interaktion und Kommunikation. Das Erleben und Verhalten von Menschen ist aber nicht nur einseitig an die Person gebunden, sondern ist auch das Ergebnis der Interaktion von Person und Situation. Insoweit sind auch objektive Charakteristika bzw. Attribute der Organisationsumwelt in die Betrachtung mit einzubeziehen. Betriebsklima ist insoweit "... die Qualität der sozialen Beziehungen innerhalb der Organisation und der diese prägenden Bedingungen, wie sie von der Belegschaft wahr genommen werden und deren Verhalten prägen..." (v. Rosenstiel). Das Betriebsklima äußert sich damit auch in der individuellen Arbeitszufriedenheit und im Leistungsverhalten. Als bedeutende Faktoren für ein positiv erlebtes Betriebsklima gelten Teamgeist, selbstständiges Arbeiten, Lob von der Führungskraft, Zusammenarbeit mit Kollegen, gerechte Arbeitsteilung, Information durch die Führungskraft, Mitentscheidungen, Anerkennung, geregelte Arbeitszeit, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Arbeitsplatz-Gestaltung; belastend wirken sich hingegen aus: Intrigen, Anschwärzen, Kollegenneid, launige Führungskraft, fehlende Annerkennung, faule Kollegen, Hektik, Angst um den Arbeitsplatz, Konkurrenzkampf. Als Maßnahmen zur Verbesserung des Betriebsklimas werden häufig empfohlen: Raum für eigenverantwortliches Handeln, flache Hierarchien, kooperativer Führungsstil. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat eine Untersuchung zur Bewertung der Arbeitsbedingungen von sozialversicherungspflichtig Beschäftigten durch diese selbst unter dem Titel „Gewünschte und erlebte Arbeitsqualität“in Auftrag gegeben. In dem seit 2015 vorliegenden Bericht wird ein umfassender Überblick über die Forschungsansätze und -ergebnisse der letzten Jahrzehnte gegeben.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Günter W. Maier
      Universität Bielefeld,
      Fakultät für Psychologie, Sportwissenschaften
      Abteilung für Psychologie
      Professor für Arbeits- und Organisationspsychologie
      Prof. Dr. Thomas Bartscher
      Technische Hochschule Deggendorf
      Professor für die Lehrgebiete Human Resources Management, Innovations- und Transformationsmanagement
      Regina Nissen
      IPP-Institut GmbH
      Geschäftsführung

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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