Direkt zum Inhalt

wertmäßiger Kostenbegriff

GEPRÜFTES WISSEN
Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    auf die subjektive Wertlehre und die Grenznutzenschule zurückgehender Kostenbegriff. Kosten sind definiert als bewerteter sachzielbezogener Güterverbrauch. Grundlegend ist die Annahme des Mengengerüsts der Kosten.

    Charakteristikum ist die Zweckbezogenheit: Der wertmäßige Kostenbegriff ist durch die Möglichkeit unterschiedlicher Bewertungsansätze (Anschaffungswert, Tageswert, Opportunitätskosten) grundsätzlich offen für unterschiedliche Zwecke der Kostenrechnung; sein Inhalt kann erst in Zusammenhang mit einem bestimmten Rechnungszweck festgelegt werden. Konsequenzen der Zweckbezogenheit:
    (1) Der wertmäßige Kostenbegriff ist wenig für eine Kostenerfassung geeignet, die Daten für unterschiedliche Auswertungsrechnungen bereitstellen will (Einzelkostenrechnung, Grundrechnung); von Ausnahmen (bes. in der Vollkostenrechnung) abgesehen (z.B. kalkulatorischer Unternehmerlohn), verwenden deshalb die in der Praxis gebräuchlichen Kostenrechnungssysteme in der Kostenartenrechnung einheitliche Wertansätze (Anschaffungswerte) für die verzehrten Güter.
    (2) Die „richtige” Höhe der Kosten lässt sich grundsätzlich nur mithilfe eines Kalküls bestimmen, der streng genommen simultan über alle Verwendungsmöglichkeiten der Einsatzgüter (im Sinn der Zielsetzung) entscheidet, d.h. die Wertansätze kennt man erst dann, wenn die Entscheidung gefallen ist, und die Werte eigentlich nicht mehr benötigt werden (Dilemma des wertmäßigen Kostenbegriffs).

    Vgl. auch Kosten, pagatorischer Kostenbegriff, entscheidungsorientierter Kostenbegriff.

    zuletzt besuchte Definitionen...

      Mindmap wertmäßiger Kostenbegriff Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/wertmaessiger-kostenbegriff-47977 node47977 wertmäßiger Kostenbegriff node38002 Mengengerüst der Kosten node47977->node38002 node43308 pagatorischer Kostenbegriff node47977->node43308 node47990 Zinsen node47990->node47977 node40560 Miete node47990->node40560 node39327 Kosten node39327->node47977 node40473 Kostenbegriff node40473->node47977 node40473->node39327 node40473->node43308 node32407 entscheidungsorientierter Kostenbegriff node40473->node32407 node35262 dynamische Zinstheorie node35262->node47990 node34494 Eigenkapitalzinsen node34494->node47990 node41308 Kreditsicherheiten node41308->node47990 node32784 Einzelkosten node50459 überjährige Kosten node50459->node47977 node50459->node32784 node37324 kalkulatorische Kosten node50769 Zusatzkosten node50769->node47977 node39198 neutrale Aufwendungen node43308->node37324 node43308->node50769 node43308->node39198 node32407->node47977
      Mindmap wertmäßiger Kostenbegriff Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/wertmaessiger-kostenbegriff-47977 node47977 wertmäßiger Kostenbegriff node38002 Mengengerüst der Kosten node47977->node38002 node43308 pagatorischer Kostenbegriff node47977->node43308 node50459 überjährige Kosten node50459->node47977 node47990 Zinsen node47990->node47977 node40473 Kostenbegriff node40473->node47977

      News SpringerProfessional.de

      • Forschungsagenda 2030 für die produzierende Industrie

        Die strategische Forschungsagenda der Initiative "manufuture-DE" hat aktuelle und zukünftig relevante Forschungsbedarfe deutscher Industrieunternehmen aus dem Bereich der Produktionstechnik bis zum Jahr 2030 formuliert und priorisiert.

      • "Unternehmen tragen Verantwortung für Konsumenten"

        Wer in der digitalen Welt nicht untergehen will, muss sich einige Kompetenzen aneigen. Sonst frisst die Digitalisierung ihre User, warnen Anabel Ternès und Hans-Peter Hagemes im Gespräch mit Springer Professional. Insbesondere Unternehmen sollten sich ihrer Verantwortung bewusst sein.

      • Digitalisierung schafft Chancen für weibliche Führungskräfte

        Mittlerweile erfüllen zwar die Aufsichtsräte der Dax-30-Unternehmen im Durchschnitt die gesetzliche Frauenquote. Aber gerade in Führungspositionen im operativen Geschäft sind Frauen, auch in der Finanzbranche, immer noch rar gesät. Und das sieht nur in einem Fachbereich besser aus.

      • Verantwortungsvolle Chefs haben mehr Stress

        Ein Chef, der sich seiner Verantwortung im Job bewusst ist, führt ein stressbelastetes Dasein. Zumindest, wenn er sich in einer gehobenen Machtposition befindet. Das haben Wissenschafter herausgefunden.

      • Dax-Vorstände verdienen noch mehr

        Wenn etwas die Gemüter erhitzt, dann sind es immer wieder die exorbitanten Bezüge von Vorständen und Aufsichtsräten von Unternehmen. Eine aktuelle Studie gibt der Diskussion neue Nahrung. Demnach bekommen die CEOs von der Post, Heidelberg Cement, Adidas und Daimler unglaubliche Summen. 

      • Enterprise Social Networks fördern Innovationen

        Der digitale Reifegrad deutschsprachiger Unternehmen verbessert sich zusehends. In allen Bereichen haben digitale Prozesse mittlerweile die analogen Formen der Zusammenarbeit überholt. Doch es gibt noch viel zu tun.

      • Konsequent digital steigert die Profite

        Je intensiver Unternehmen digitalisiert sind, desto höher ist ihr Gewinnwachstum. Allerdings braucht es dazu konsequente Strategien und den Willen zum Wandel auf allen Ebenen.

      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Weber
      WHU – Otto Beisheim School of Management, Institut für Management und Controlling (IMC)
      Direktor

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Springer Professional - Die Flatrate für Fachzeitschriften und Bücher
      Dieser Beitrag ist Dietrich Börner gewidmet. Er befaßt sich mit einem Gebiet, dem der Jubilar von Beginn seines wissenschaftlichen Wirkens an neben der Unternehmensbesteuerung besonderes Interesse geschenkt hat: mit der Kostenrechnung.
      Die Kostenrechnung baut üblicherweise in jenen Unternehmen, die eine Aufwands- und Ertragsrechnung (Gewinn- und Verlustrechnung) führen, auf der Aufwandsrechnung und damit auf den Aufwendungen auf. Die Kostenartenrechnung als Teil der …
      Das betriebliche Rechnungswesen ist ein Instrument, betriebliche Vorgänge zahlenmäÿig zu erfassen und auszuwerten. Aufgabe des Rechnungswesens ist nicht nur die Dokumentation, sondern auch Hilfen für die Planung, Steuerung und Kontrolle …

      Sachgebiete