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außergewöhnliche Belastungen

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    1. Steuerrechtlicher Begriff: Zwangsläufig größere Aufwendungen eines Steuerpflichtigen im Vergleich zur überwiegenden Mehrzahl der Steuerpflichtigen gleicher Einkommens-, Vermögens- und Familienverhältnisse. Zwangsläufigkeit ist gegeben, wenn sich der Steuerpflichtige den Aufwendungen aus rechtlichen, tatsächlichen oder sittlichen Gründen nicht entziehen kann und soweit sie den Umständen nach notwendig sind und einen angemessenen Betrag nicht übersteigen. Aufwendungen, die schon zu den Betriebsausgaben, Werbungskosten oder Sonderausgaben (Ausnahme: eigene Berufsausbildungskosten nur insoweit, als sie als Sonderausgaben abgezogen werden können) gehören, bleiben dabei außer Betracht.

    2. Zu den außergewöhnlichen Belastungen gehören von den Lebenshaltungskosten u.a. Krankheitskosten, Entbindungskosten, Scheidungskosten und u.U. Aufwendungen für Beerdigung, Strafprozess und zur Schuldentilgung.

    3. Berücksichtigung: Auf Antrag wird die Einkommensteuer dadurch ermäßigt, dass die außergewöhnlichen Belastungen, die die zumutbare Belastung (Prozentsatz des Gesamtbetrags der Einkünfte abhängig von Familienstand und Kinderzahl) übersteigen, bei der Einkommensermittlung vom Gesamtbetrag der Einkünfte abgezogen werden (§ 33 I EStG).

    4. Zur Abgeltung bestimmter außergewöhnlicher Belastungen werden Pauschbeträge gewährt (§§ 33b EStG), die bei Ausstellung der Lohnsteuerkarte als Freibeträge eingetragen werden können bzw. von Amts wegen einzutragen sind (Pauschbetrag).

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      StB Birgitta Dennerlein
      selbständig
      Diplom-Betriebswirtin (BA), Steuerberaterin
      Prof. Dr. Wolfgang Eggert
      Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
      Lehrstuhlinhaber des Instituts für Wirtschaftstheorie und Finanzwissenschaft
      Steffen Minter
      Institut für Wirtschaftstheorie und
      Finanzwissenschaften, Albert-Ludwigs-Universität
      Wissenschaftlicher Mitarbeiter

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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      Im Rahmen des subjektiven Nettoprinzips ist in bestimmten Fällen die Einkommensverwendung, d. h. private Aufwendungen, (in Grenzen) zu berücksichtigen. Dies geschieht mittels des Abzugs von Sonderausgaben und außergewöhnlichen Belastungen vom …
      Im Rahmen des subjektiven Nettoprinzips ist in bestimmten Fällen die Einkommensverwendung, d.h. private Aufwendungen, (in Grenzen) zu berücksichtigen. Dies geschieht mittels des Abzugs von Sonderausgaben und außergewöhnlichen Belastungen vom Gesamtbe

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